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Hier findest Du Aktuelles zu unserem Verein, Tipps zu Arbeiten im Gartenjahr, eine Übersicht über die Gemeinschaftsarbeit und den Terminplan für das Jahr 2021 in unserem Verein.

"Grün ist die Hoffnung"

 

…lautet eine Redewendung. "Grün" meint "frisches Grünzeug". Es treibt nach dem Winter wieder aus dem Boden und ist Symbol dafür, dass es weitergeht mit neuem Leben und der Jahreskreislauf erneut beginnt.

"Alles auf Grün", nämlich auf T a n n en grün,  ;-)  gesetzt, hatte am 19. November auch unsere Gruppe aus Vorstandsmitgliedern und hilfsbereiten GartenfreundInnen. 

Bei lauschigen Minus (!) 5 Grad standen wir dick eingemummelt im Partygarten und warteten auf "Kunden" für unsere Gestecke und Kränze.

Wie wir dazu kamen?

Hier folgt die Rückblende ;-) :

 

Begonnen hatte alles drei Wochen zuvor. Jörg hatte bei seinem Rundgang in den freien Gärten neben einigen Laubbäumen auch diverse hochgeschossene Tannen, Thujas & Co. aufgelistet, die vor Neuverpachtung möglichst von Gemeinschaftsarbeit und Freiwilligen entfernt werden sollten. 

Es war eine wirklich ansehnliche Liste zu fällender Immergrüne zustande gekommen, die nun in der Vorstandssitzung zur Sprache kam. 

Wir sprachen darüber, wer wann und wie beim Fällen mitmachen würde.

 

Ich guckte Eddie an. Es passiert oft, dass wir beide das gleiche denken, und auch diesmal: "Mensch, das ganze Tannengrün, das dann anfällt, das könnten wir doch …." begann die eine. "… für den Verein an alle hier verkaufen bzw. gegen Spende abgeben!" ergänzte die andere. 

Wir lachten.

Die Herren im Vorstandsteam, Basti, Michael, Volker und Jörg schauten wohlwollend aber skeptisch: "Ist ja eine nette Idee, aber wie  soll das denn gehen?" "Da kommt doch jetzt keiner mehr! Die Saison ist vorbei?" "Und wenn Ihr eine offene Kasse des Vertrauens vor dem Vereinsheim hinstellt, ob das klappt, ich weiß  ja nicht…" usw..

 

Wir wussten da auch noch nicht, wie das gehen sollte, aber "Versuch macht nunmal kluch";-) ! In der nächsten Sitzung gewannen wir auch Ursel dafür : "Corinna, Du und ich treffen uns Samstag für ein paar Stunden und schauen mal, was wir so alles gebunden bekommen!" Auch Bille, Elisabeth und Britta, die wir zur Teamverstärkung fragten, waren sofort Feuer und Flamme mitzumachen. Britta sagte: "Es geht um unser Leben hier, da helfe ich, keine Frage!" Wir lachten über die dramatischen Worte, aber sie hatte völlig recht: Unser "Gartenleben" bringt uns allen soviel Freude - da ist es keine Frage, etwas über die Komfortzone hinaus zurückzugeben, wenn es etwas nützt.

Wir überlegten, einen Aushang oder Statusmeldungen zu machen, um weitere Bindehelfer zu gewinnen, beschlossen aber dieses Jahr als "Testlauf" anzusehen.

 

Am Mittwoch darauf schon rückte Achim mit Basti der großen Tanne in einem freien Garten zu Leibe. Ursel, Bille und ich packten die Zweige auf mehrere Karren zu Abtransport und Zwischenlagerung.

Am folgenden Samstag war es bei ca. 5 Grad im offenen Partygarten "etwas frisch", aber wir legten, um jegliche Heizkosten zu sparen, einfach schnell und unverfroren los. Bille hatte bereits in Heimarbeit v o r gelegt: Ihre geradezu "Profi"- Gestecke entzückten und ängstigten die Anfängerinnen unter uns zugleich ;-). Aber es sollte sich zeigen, dass alle individuell Ansehnliches zustande brachten!

Ich hatte im Vorfeld immer betont, dass wir alles freiwillig und komplett unentgeltlich tun und einbringen wollten: Das hatte alle 5 aber nicht davon abgehalten, fröhlich jede Menge Deko-Zubehörmaterial zu sammeln, zu  besorgen, hervorzukramen und zu spenden! Aus Garten, Wald, Drogerie, aus günstigen Internet- und Kellerbeständen kam ein erstaunlicher  kleiner Fundus an Kerzen & Co. zusammen, den wir nun gemeinsam als Bastelmaterial nutzten. Elisabeth hatte für Verpflegung gesorgt.

 

Vorbeiguckende Ehemänner wurden eingespannt, Unterlegnagelbrettchen zu fertigen, und ansonsten hatten wir viel Freude. Freude an der Arbeit, die uns verfrüht in Adventsstimmung brachte, aber auch Spaß an den auffällig unauffällig prüfenden Blicken vorbeischlendernder Gartenfreundinnen. Einfach fragen, was wir da taten? Neeee… soweit mochte man nicht gehen. Schade, miteinander reden kann doch weiterhelfen?! :-)

Erst die Dunkelheit zwang uns, eisgekühlt aber hochzufrieden aufzuräumen und die grünen Werke einzuschließen.

Ein paar Tage später fertigten Basti, Bille und Achim noch Bunde, Jörg bohrte in Birnenholzscheiben, die Basti auf dem Schredderplatz geschnitten hatte, Vertiefungen für Kerzen. Ferner hatte Jörg mit einem Eingangsplakat für Werbung gesorgt, Basti mit dem Motiv Aushänge gedruckt, und Elisabeth sich wie immer nicht davon abhalten lassen, lecker für uns und alle Besucher zu backen!

Rückblende Ende ;-).

 

Und so stand  am 19.11. in der lausigen, aber herrlich sonnigen Kälte alles - inklusive von Basti und Eddie gespendetem Kaffee -  im Partygarten bereit. 

Und wir warteten. 

Wie immer ist eine "Premiere" ja mutig und aufregend...

Aber Ihr, liebe GartenfreundInnen, und andere liebe Besucher, habt uns nicht enttäuscht! :-)

Es wurde ein echter "Mini-Adventsmarkt". Dank Eurer Erwerbsfreude und  großzügigen Spenden hat unser Verein am Ende einen Betrag einnehmen können, mit dem wir, freiwillige Helfer und Vorstandsteam, n i e gerechnet hätten! 

Toll, wir haben uns sehr, sehr gefreut!

Vielen herzlichen Dank sagen wir daher allen Mitwirkenden! Wir haben im Nachhinein von einigen Gartenfreunden gehört, sie hätten gern beim Binden mitgemacht. Wie geschrieben - dieses Jahr war "Premiere". Nächstes Jahr werden wir die Aktion früh ankündigen, so dass sich alle, die Lust auf gemeinsames Tun haben, einbringen können!

 

Apropos Einbringen und Spaß: Beachtet Aushang und Status, am kommenden Samstag, 3.12. um 16.00 Uhr wird es für alle wetterfesten GartenfreundInnen unter Euch in Garten 21 noch ein weiteres Event geben, zu dem Ihr herzlich eingeladen seid  !!! ;-) 

 

Corinna, 2.Schriftführerin, FBteam


Aller guten Aktionen im Oktober sind drei!

 

Nummer 1: 

Ende Oktober haben wir am KGV Kirchsteig das Wasser abgestellt. "Wasser-ab" wie es im Verein norddütsch knapp heißt, ist zunächst immer eine spannende Sache: Werden wir vom Vorstand und die lieben freiwilligen Helfer für unseren Wasserwart Markus (ohne selbigen und Euch geht nix, Danke!) jeden hohen Zaun überklettern können? Schaffen wir es auch, alle im tiefen Laub oder unter Erde verborgenen Schätz …ähm Schächte aufzuspüren? Unfallfrei über Fallobsthaufen, vorsorglich in den Weg gelegtes Werkzeug und ähnlich herausfordernde Hindernisse zu stolpern? 

Die tierischen Überraschungen: Krötentreff, Molch- oder Ringelnatternwohnung im Schacht  (Fund und Foto von freiwilligem Helfer Dirk freundlich zur Verfügung gestellt) sind uns definitiv lieber!

Aber im  Großen und Ganzen galt auch 2022: Mission erfüllt! Es wäre allerdings etwas weniger mühsam mit offenen Toren, geräumten Wegen und freiliegenden Schächten gewesen. Für freundlichen Empfang am offenen Tor, freie Wege und nette Hilfe, auch den Schacht des Nachbarn schnell aufzutreiben, sagen wir aber herzlichen Dank :-)! 

Ein weiteres Danke gilt Dieter, unserem hilfsbereiten Grillprofi, der die traditionelle Bratwurst nach dem Wasser-ab dank Eddie auch in der Veggievariante parat hatte. Solche neuen Gartenfreunde sind ein Gewinn für unseren Verein. Es war unterhaltsam, informativ und lustig. Und nur für den Fall, dass jemand denkt, es handele sich um geschlossene "Vorstands-" oder "Klüngelgesellschaft": Klares Nein! Es war und ist unser aller Saisonabschied im Verein. Jeder Pächter samt Familie, jeder ehemalige Gartenfreund war willkommen und ist es auch nächstes Jahr (Termin: 21.10.2023)

 

Nummer 2:

Es  war nur eine kleine Vorstandsaktion aber ein sinnvoller Schritt zum genutzten Gemeinschaftsgarten: Unser erster Vorsitzender Basti hatte die gute Idee, eine Pavillionkonstruktion in einem freien Garten ab- und  im Projektgarten 21 aufzubauen. So besteht die Möglichkeit, den Garten auch bei leicht unbeständigem Wetter besser zu nutzen. 

Wenn uns keine Regenfluten, Schneestürme oder Hitzewellen einen Strich durch die Rechnung machen, wird es für wetterfeste Gartenfreunde dort eine kleine Veranstaltung am 3. Dezember geben!  

 

Nummer 3:

Der ältere Herr, der mit seiner Enkelin unseren schönen Spielplatz besucht hatte, guckte ratlos auf die Vereinsheimwiese.

An ihrem Rand steckten unzählige kleine Chinaschilfstöckchen. 

Er wandte sich an mich, die gerade Stöckchen 202 oder so in ein Beet setzte: 

"Was habt Ihr da gemacht, was ist das?"

"Worauf tippen Sie denn?" 

"Wühlmausbekämpfung?"

Mit der Vermutung war er nicht der erste, was mich traurig stimmte: Obwohl Wühlmäuse nerven, haben auch sie ihren Platz im Garten oder auf der Wiese! Daher: "Nee! Noch eine Idee?"

Die zweite Vermutung, wir würden einen kleinen Schilfwald auf der Festwiese anpflanzen, hatte zwar mehr Charme, aber wäre doch arg unpraktisch ;-)!

Tatsächlich hatte ich am Nachmittag zuvor mit den Vorsitzenden Basti und Michael sowie Gartenfreundin Elisabeth auf der Wiese gekniet, um die 200 Löcher in den verdichteten Lehmboden gebohrt und diese mit den Stöckchen nur markiert.

Gartenfreundin Katja hatte uns anlässlich mehrstündiger Obstbaumschnitthilfe ermöglicht, 250 Wildkrokuszwiebeln zu besorgen. Diese vermehren sich fix, sind immerhin mähfester als normale.

So kam am nächsten Tag eine Kindergruppe der benachbarten Sportkita zu uns. Die Kinder konnten nun einfach  die Stöckchen aus den Löchern ziehen, Krokuszwiebeln hineinsetzen und die Löcher mit vorbereitetem Sand/Erdemix verfüllen.

 

Niedlich zu beobachten war, wie fasziniert einige Kinder nebenbei auch den Teilnehmern von Hardys Boule-Treff (Mittwoch ab 14.00, Neue willkommen) zusahen: Interessierter Nachwuchs ist immer toll!

 

Leider mussten Kinder und Erzieher schnell zurück in die Kita.

Aber in jedem Fall sagen wir: Vielen lieben Dank an die fleißigen Zwiebelsetz-Zwerge :-)!

 Wir hoffen auf viele schöne Blüten im nächsten Frühjahr zur Freude von Menschen und Bienen!

Corinna vom Fachberatungsteam 


Wir drehen am 22.10.22 (ab 10 Uhr) den Hahn zu!

 

Liebe Gartenfreunde/innen,

 

das Gartenjahr neigt sich dem Ende entgegen und es steht nun bald der Winter vor der Tür.

 

Deswegen werden wir am 22.10.22 ab 10 Uhr das Wasser in unserer Kleingartenanlage abstellen und die Gartenwasserzähler ablesen. Hierfür bitte die Gartenpforten unverschlossen halten, die Wasserschächte zugänglich und gereinigt halten. Anderenfalls wird eine Aufwandspauschale erhoben.

 

Nach dem Wasserabstellen die Gartenleitungen entleeren, um Frostschäden vorzubeugen (dazu erst das große Rad rechtsherum drehen und danach das kleine Rad linksherum drehen).

 

Die Reparatur von Schäden, die durch Frost entstanden sind, hast Du als Pächter durchzuführen! 

 

Im Anschluss ab 12 Uhr wollen wir bei Klönschnack und leckerer Bratwurst am Vereinsheim das Gartenjahr ausklingen lassen.

 

 Der Wasserwart


Kinder, endlich wieder ein Fest!

Wohl alle 7 Vorstandskollegen guckten am Samstagmorgen besorgt auf die Wetterapp: Ausnahmsweise wünschten wir uns die sonst ersehnten Regenwolken ganz weit, weit weg!

Wochenlang waren das Kinderfest und seine Gestaltung immer wieder Thema auf der Vorstandssitzung gewesen. Wie bekommen wir das günstig und dennoch perfekt für die Kinder hin? Wer hilft uns? Welche Besorgungen sind nötig? Das und viele Fragen mehr waren zu klären.

Nun zählte nur noch eine: Hält sich das Wetter?

Um 9.00 Uhr hatten wir uns zum Aufbauen getroffen.

Es war klasse, dass auch weitere Helfer wie zum Beispiel Jennifer und Werner fleißig und gutgelaunt früh mit anpackten!

"Himmel ist das Teil staubig!" staunten wir manches Mal. Nützt nix, im Winter ist immer noch Zeit zum Neuordnen und Putzen des Materials - jetzt ging es darum, fertig zu werden und den Kindern einen tollen Tag zu gestalten!

 

"Lieber die Tische so rum?!" "Nee, eher so!" "Ich finde beides nicht so gut, besser ist es doch so?!" "Wir machen das jetzt erstmal so!" "Aber wir hatten das doch immer eher so…?!" 

Ähm, … ja. 5 tatkräftige Frauen können auch 5 Meinungen bei der Gestaltung der Verpflegungsmeile im Partygarten haben ;-)!  Aber am Ende war auch hier ein guter Weg gefunden, alles mit einfachen Mitteln einladend dekoriert und wartete auf die kleinen Hauptpersonen samt Eltern.

Kurz vor 15.00 herrscht noch  "Ruhe vor dem Sturm…" Aber schon bald steht vor Vorstandskollege Michael, der die Begrüßung der Kinder samt Ausgabe der Spielkarten übernommen hat, ein erster junger Besucher mit Elternbegleitung.

Mit Tüte und Karte ausgestattet, geht es los, die zahlreichen Spielstationen zu erkunden, und auch die Hüpfburg will erobert sein! 

Gegen 15.30 hat sich dann schon eine  Schlange Wartender gebildet! 

 

Für diesen Bericht habe ich bei einigen Spielständen zugeschaut: Es war einfach nur klasse zu beobachten, wie liebevoll und klug wirklich  j e d e r  Spielstandbetreuer seine Aufgabe wahrnahm. Da wurde improvisiert oder  beim Vormachen absichtlich verloren, um die Kinder bei schwierigeren Spielen zu ermutigen. Ein dickes Danke an Jens, Dirk, Gabriele und Friedbert, Andreas,nochmal Jens, Ira und Jürgen und last but sicher not least - Gerd und Horst! Echter Respekt für Eure Kondition, denn 3 Stunden Sommerwärme und so viele ausgelassene Kinder sind eine Herausforderung!

Auch Debbie an der Hüpfburg war, eingewiesen von Vorstandskollege Volker, als Sportlehrerin die perfekte Besetzung. Und dass es am Ende dann nicht die gewünschte Einhorn- sondern eine Clownhüpfburg war - wurscht, es wurde wild getobt!

 

Auf dem Foto macht der kleine Lius, der unser Fest mit Oma, Bruder und Papa besucht, mit Papas Hilfe bei Jens einen sauberen Korbleger!

Zugleich misst Dirk mit der vom Ochtmisser Sportverein geliehenen Fußballgeschwindigkeitsmessmaschine 

(Vielen lieben Dank an den Verein, Jugendtrainer Basti Sass!) die Schusskraft der Kinder.

 

Dabei brachte ein Nachwuchs-Ronaldo Dirk zum Staunen: Ein Junge ließ die Maschine zweimal über 65 kmh und bei einem Schuss über 70 kmh messen -  unser Gewinner! Ich durfte ihm später einen von Intersport-Friedrich gesponserten Fußball überreichen. Vielleicht erinnert er sich als späterer Bundesligaprofi an unser Kinderfest?!

 

Manch besorgten Blick erntet der Rettungswagen des ASB (lieben Dank an Joschka und die nette Besatzung des Rettungswagens). Als  klar wird, dass der "nur zum Begucken" dort steht, machen sich Erleichterung und Interesse breit!

Ein echter Höhepunkt war der Auftritt des Clowns! Leider war unser langjährig bewährter Clown Harald verhindert, aber so musste halt der 1. Vorsitzende ran: Basti übernahm absolut würdig die Vertretung! 

Das Kostüm war perfekt und brachte sogar seinen eigenen Neffen ins Zweifeln: War das nun  Onkel Basti oder doch jemand anderes?!

Auch viel zu groß gewordene Kinder sprangen nach den geschickt geworfenen Bonbons.

Während des Tohuwabus auf der Festwiese ging es auch im Partygarten munter zu: Vorstandskollegin Ursel hatte an der Getränkeausgabe gut zu tun, Elisabeth und Özlem verkauften Kaffee und leckere selbstgebackene und gespendete Kuchen.

Waffel- und Bratwurstduft kreuzten sich: Yvonne und Sylvia produzierten leckere Waffeln mit dem Ziel eines Erlöses für den Spielplatz. Elke und Dieter hatten auch als eingespieltes, routiniertes Team am Bratwurst und Pommesstand gut zu tun.

Nur ein paar Meter weiter war im Sinnesgarten, die Kinderfestgeräusche abgeschirmt durch das Partygartengebäude, eine regelrechte Ruheoase entstanden. 

Einige legten hier wie diese Familie nur ein stilles Päuschen ein.

Aber hier bot auch Vorstandskollegin Eddie ihre Veggie-Alternative "Chili sine Carne" an. Eigentlich wollte ich mir nicht entgehen lassen, wie hier wahrhaft eingefleischte Fleischesser bekehrt werden würden, denn ich weiß, wie lecker und nicht unterscheidbar von "con Carne" Eddies Chili schmeckt!

Aber es war Zeit, mit Vorstandskollege Jörg ;-) den zweiten Tageshöhepunkt, die Tombola, aufzubauen. Puh, Respekt, was für eine Vielfalt an Preisen hier in den Vorjahren besorgt worden war. Wir bemühten uns um eine gute Auswahl 

(Vorrat auch fürs nächste Fest) und Präsentation, dass auch die ganz Kleinen leicht etwas wählen konnten.

Kurz vor der Tombola wurde noch das obligatorische Eis verschenkt und Volker stellte xmal geduldig die gleiche Frage "Flutschfinger oder Capri(?)".

 

Dann startete die Tombola: Michael fungierte als "Glücksfee" beim Zahlenziehen, und Basti rief die Nummern aus und die Kinder zu den Auswahlbänken. Jedes Kind bekam hinreichend Zeit, seine Entscheidung zu treffen. Das konnte manchmal dauern. Wirklich dauern ;-). Aber jedes Kind sollte zufrieden nach Hause gehen.

Schneller als gedacht war alles wieder abgebaut und wir ließen den Tag im Partyzelt ausklingen.

Am Ende konnten wir verzeichnen, 76 kleine Gäste plus Begleitung empfangen zu haben. Das werten wir "nach" Corona, zeitgleich laufenden anderen Festen und als  "junges" Organisationsteam als Erfolg! Wir alle wurden mehrfach von Eltern angesprochen, wie toll das Fest für die Kinder sei. 

Dieser Lob und der Dank freuten uns alle im Vorstandsteam sehr! Und wir möchten beides mit allen Helfern und Sponsoren teilen - auch mit denjenigen, die im Artikel nicht namentlich genannt und nicht auf Fotos gezeigt wurden!

Jede(r) Einzelne hatte seinen Anteil daran, den kleinen und großen Besuchern Freude in nicht immer leichten Zeiten zu bereiten!

 

Corinna, 2.Schriftführerin, für den Vorstand


Kinderfest am 20.08.2022 von 15 bis 18 Uhr auf unserer Festwiese am Vereinsheim

Alle Kinder bis 12 Jahre sind herzlich eingeladen, zu unserem diesjährigen Kinderfest zu kommen!

Es erwarten Euch:

eine Tombola mit einem Preis für jedes Kind, Rettungswagen zum Erkunden vom ASB, viele tolle Spiele, ein Clown mit Süßigkeiten, eine Hüpfburg, Pommes, Bratwurst sowie Getränke von Voelkel Fruchtsäfte Chile sine Carne (vegetarisch), Stockbrot und eine Fussballgeschwindigkeitmessmaschine vom Ochtmisser Sportverein mit einem Sonderpreis für den besten Schützen.

Für die Eltern gibt es Kaffee, Kuchen und kühle Getränke in unserem Partygarten.

Kommt vorbei, wir freuen uns auf Euch!

 

Wir freuen uns auch über weitere freiwillige Helfer und Kuchenspenden, melde Dich gern beim Vorstand!


Sperrmüll-, Altholz- und Eisenschrottcontainer am 21.05.2022 von 10.00 - 13.00 Uhr

Am Samstag, dem 21. Mai 2022 stehen Dir als Gartenpächter in der Zeit von 10 bis 13 Uhr auf unserem Hauptparkplatz am Ochtmisser Kirchsteig je ein Sperrmüll-, ein Altholz- und ein Eisenschrott-Container zur Verfügung.

Für diesen Zweck ist der Parkplatz ab Freitag 20.5.22 ab 7 Uhr bis Montag nach der Abholung gesperrt.

Der Platz in den Containern ist begrenzt und nur für die genannten Wertstoffe reserviert. Normaler Hausmüll oder Gefahrstoffe können an diesem Tag nicht angenommen werden. Die Abgabe des Mülls wird kontrolliert.


Osterfeuer

Der KGV Kirchsteig e.V. lädt Euch am Ostersamstag zu einem kleinen Osterfeuer ab 17 Uhr ein. Ab 17.30 bis maximal 20 Uhr gibt es am Vereinsheim auch eine kleine Stärkung mit Bratwurst und Brot. Um Holzspenden wird gebeten.


Liebe Gartenfreunde/innen,

 

am 12.03.22 ( ab 10 Uhr ) wollen wir wieder das Wasser in unserer Kleingartenanlage anstellen.

 

Ich bitte Euch alle Ventile, die Ihr im Herbst geöffnet habt, wieder zu schließen, damit nicht unnötig Wasser abfließen kann.

 

Sollte die Witterung nicht gut sein, sprich Frost und Schnee, so wird das Wasser nicht angestellt und es wird ein neuer Termin festgelegt !

 

Der Wasserwart 

 

Lüneburg, 20.02.2022


Wer hat gewonnen?

 

Diese Zeit ist aus vielen Gründen schwierig. Negative Gefühle, Ängste, Wut und Sorgen beschäftigen uns und eine unerfreuliche Nachricht folgt der nächsten.

Da tut es gut, den Blick bewusst ein paar Minuten einzuschränken und nur die Schönheit in Umgebung und Natur in den Fokus zu nehmen! 

So wie alle unsere Teilnehmer:innen im Fotowettbewerb "Herbst am Kirchsteig", insbesondere unsere Gewinnerinnen 

(jawohl, soviel vorab: Frauen hatten die Nase vorn oder das bessere Auge ;-))!

 

 

Platz 1 ( 5 Punkte) 

Das strahlende Orange der Ringelblume, die als eine der letzten Blumen im Jahr blüht, ist gerade in grauen

Novembertagen ein echter Vitaminbooster für die Augen! In manchen Jahren sieht man  sie bis weit in den Dezember hinein im Garten leuchten. Diese Blüte hat die jüngeren Jurymitglieder begeistert und auch die älteren berührt.

Wir freuen uns daher sehr über unseren Platz 1, und sagen: Herzlichen Glückwunsch, Sylvia Treichel!

 

Platz 2 (4 Punkte)

Eine Szenerie, die ebenfalls richtig gute Laune macht! Die älteren Jurymitglieder fühlten sich sichtlich eingeladen, am herbstlich mit Blüten, Laub und Kürbis dekorierten Tisch Platz zu nehmen und ein Stück Kuchen zu genießen.

Herzlichen Glückwunsch zum 2. Platz, Yvonne Glass!

 

Platz 3 (2 Punkte)

Die Gartenhütte unseres Schulgartens ist schon für sich ein Blickfang, zusammen mit dem bunten Laub des Kirschbaums zeigt das Foto, welche schönen naturnahen Eindrücke ein Herbstspaziergang im KGV Kirchsteig bieten kann. 

Herzlichen Glückwunsch zu Platz 3, Elisabeth Niedermeyer!

 

Die Jury

Wir vom Fachberatungsteam kannten die meisten Teilnehmer:innen persönlich, da wäre es nicht leicht gewesen,völlig neutral zu entscheiden.

Unser Selbstverständnis als Kleingärtnerverein Kirchsteig ist das einer grünen Oase des Stadtteils Kreideberg. So war es nur logisch, Menschen in die Jury zu bitten, die dem Kreideberg verbunden sind. Allerdings endeten, ebenso logisch in dieser Zeit, einige Anrufe schlicht in einem vergeblichen Rufton….

 

Schnell und freundlich bereit aber war der Diakon unserer Pauluskirche, Hergen Ohrdes. Und nicht nur das, er hatte auch die gute Idee, dass erwachsene Mitarbeiter:innen und die  Kinder und Jugendlichen vom Jugendcafe der Kirche doch gemeinsam entscheiden könnten. 

Wir waren begeistert. Hergen Ohrdes organisierte geschickt das Abstimmen vor Ort und berichtete, dass alle mit Freude und insbesondere die jungen Menschen mit großer Ernsthaftigkeit an ihre Aufgabe gingen. Toll, dass das möglich gemacht wurde, ein ganz herzliches Dankeschön!

 

Nachwuchspreis

Stopp, wir sind noch nicht fertig! 

Wir wollen Euch keinesfalls ein viertes Foto vorenthalten, das eine sehr junge Fotografin geschossen hat:  

Elea Funke, 8 Jahre alt (!) hat das Thema Herbst am Kirchsteig mit dem gelben Blätterdach des Spielplatzbaumes perfekt getroffen, finden wir.

Dumm gelaufen nur, dass ihr Papa Daniel es einen Tag zu spät eingesendet hat: Also echt, Papa ;-) ! Wir hoffen, diesen Faux pas auch damit ein bisschen gut gemacht zu haben, dass wir Elea für das wirklich tolle Foto einen verdienten Nachwuchspreis verleihen!

 

Liebe großen Gewinnerinnen und auch liebe kleine Gewinnerin: Wegen der jeweiligen Preisübergabe (von uns organisierte Gutscheine oder Bücher) melden wir uns noch direkt bei Euch! 

 

Wir wünschen allen weiter eine gute Vorweihnachtszeit, bleibt bitte gesund!

 

Euer Fachberatungsteam Werner, Volker, Corinna & Jörg


Fotowettbewerb: "Herbst am Kirchsteig"

 

Liebe(r) Gartenfreund(in), Anwohner(in) und Spaziergänger(in),

 

bunte Blätter, Nebelschwaden, Apfelernte,malerische Sonnenuntergänge - ganz klar, es ist Herbst!

Wir laden ein zum Fotowettbewerb: 

 

"Dein schönstes Herbstfoto aus Deinem Kleingarten oder unserem Vereinsgelände".

 

Eine unabhängige Jury wählt drei Siegerfotos, die jeweils einen Preis erhalten. 

 

Wie teilnehmen?

Bitte sende bis 15.11.2021

per Email 1 Foto 

mit vollständigem Namen an: 

herbstamkirchsteig@gmail.com

 

Mit dem Einsenden versicherst Du, dass dass es Dein eigenes Foto ist und stimmst seiner  Veröffentlichung auf unserer Homepage www.kgv-kirchsteig.de zu.

 

Wir freuen uns auf Deine Teilnahme! 

Werner, Volker, Corinna & Jörg vom Fachberatungsteam


"Steil wächst, flach trägt,.. 

… hängend stirbt ab!" mit diesem plakativen Spruch* versuchte Jörg, den 10 interessierten Teilnehmern unseres Schnittkurses für Anfänger, Teil 1, wichtige Wachstumsregeln des Obstbaums  zu verdeutlichen. 

"Ohne sich zumindest ein wenig mit der Anatomie des Baumes zu befassen, ist Baumschnitt schwer zu verstehen." Dieser Satz war uns selbst noch vom Kurs bei Sabine Fortak, der Vorsitzenden des Pomologenvereins, in Erinnerung. Beim ersten, längeren eigenen Kurs orientierten wir uns daher an ihrer Vorgehensweise. Es machte sehr viel Spaß mit den 10 interessierten Teilnehmern, die ausnahmslos tapfer dem eisigen Wind trotzten! 

Zunächst haben wir  Fragen der Auswahl der individuell "richtigen" Sorte, Grund und Vorteil der oft geringeren Allergenität bestimmter  alter Sorten ** besprochen. 

Veranstaltungsort war Gerds Garten, wo Jörg als nächstes praktisch die richtige Pflanzung eines Jungbaums demonstrierte. 

Dann ging es an das Besprechen eines ersten Erziehungsschnitts des Jungbaums mit den Stichworten Stammverlängerung, 3-4 Leitäste, Konkurrenztrieb, Anbinden, Abspreizen usw.

Eine Pause mit Kaffee und Keksen half, die Konzentration für den Schnitt weiterer Bäume aufrechtzuerhalten. 

Am Ende freute ich mich sehr, einen von einem renommierten Händler dem Kurs gespendeten Gutschein verlosen zu dürfen. Gewinnerin Samantha kann sich nun einen Halbstamm mit ihrer Wunsch-Apfelsorte bestellen. 

Die Fortsetzung des Kurses ist im Spätwinter geplant. Dann werden wieder der Erziehungsschnitt und auch Erhaltungs-bzw. Verjüngungsschnitt eingeübt. 

 

Corinna vom Fachberatungsteam

 

*Ein Zitat aus der Broschüre vom Dt. Verband für Landschaftspflege "Pflanzung und Pflege von Streuobstbäumen", sehr empfehlenswert (!) und für 10 Euro erhältlich direkt beim Pomologenverein oder Fachberatungsteam. 

**Wer sich für das Thema interessiert, kann sich sehr  gut auf den Seiten des BUND Lemgo informieren. 


Noch einmal zum Weidenbaum … 

Der Weidenbaum nahe des Haupteingangs am  Ochtmisser Kirchsteig  ist nun endgültig gefällt worden. 

Nach Abnahme der Krone hatte der übrige gegabelte Stumpf diesen Sommer noch einmal soviel prächtiges, dunkelgrünes Blattwerk wie nie zuvor. Daher konnten wir den älteren Gartenfreund durchaus ein bisschen verstehen, der beim Fällen vorbeikam und schimpfte, der Baum sehe noch o. K. aus, Tiere darin würden Lebensraum verlieren. 

Wir waren Nachbarn des Baums, liebten die schwingenden Äste im Wind, die spürbare Frischluft und den Schattenwurf an heißen Sommermorgen. Auf unzähligen Fotos hebt sich seine mächtige Silhouette vor malerischem Sonnenuntergang  ab. 

Dennoch. Der Baum sah eben nur von außen "noch o. K." aus: Der zerstörerische Pilz saß im Baum, hatte bereits den oberen Innenbereich des Stammes pulverisiert. 

Ganz entscheidend für die Notwendigkeit, ihn schnell zu fällen, war sein Standort am öffentlichen Weg. Wer hätte gern das Risiko dafür getragen, dass sich nicht durch Winterstürme Teile des durch den Pilz geschädigten Stammbereichs, gelöst und Personen getroffen hätten? Gar ein Kind? 

Ich bin sicher, wäre ein solcher Fall eingetreten, wäre geklagt worden, der Baum hätte schon im letzten Winter fallen müssen. 

Wir hatten Glück, dass Sebastian vom Wasserwartteam mit zwei Freunden das Fällen für einen extrem günstigen Preis übernehmen konnte. Um 10.00 trafen wir uns und schnell wurde das Stahlseil angelegt. Dank Professionalität der Männer fiel der Baum passgenau richtig auf den Hauptweg, es entstand keinerlei Schaden. 

Bereits um 12.00 waren die großen Stammstücke per Frontlader zum Schredderplatz transportiert - wir Helfer hatten gefegt und den Weg von Astwerk befreit. 

Hier ein Blick auf den Stumpf, sogar soweit unten lassen sich aus dem Inneren  mit der Hand herauspulen…

Obwohl die Weide an einem ungeeigneten, trockenen und verdichteten Ort stand, vom baumarttypischen saisonalen Astbruch abgesehen, wurde sie überdurchschnittlich alt. 

Natürlich bedeutet das Fällen des Baums einen großen Verlust an Lebensraum, Schattenspende, Sauerstoff. 

Das beste, was wir dagegen  tun können, ist, bald, nach entsprechender Vorbereitung an dieser Stelle wieder einen neuen Baum zu pflanzen. 

 

Corinna vom Fachberatungsteam


"Heiße Aktion" der Offenen Pforte

 

Der Wetterverantwortliche "da oben" ist ein Spaßvogel, der uns gern fordert: “Uns" meint Jörg, Sebastian und mich, die dieses Jahr den "Nachmittag der offenen Pforte in 3 Kleingärten" organisierten, gemeinsam mit vor allem Ursula, Gerd, Helmut, Elisabeth, Reinhard, Erica sowie Frithjof. Ein dickes Dankeschön geht auch an Tanja, Achim, Sibylle und Volker!

 

Während wir beim Open Air NABU-Vortrag im April mit Kälteeinbruch, Wind und Platzregen kämpften, war es diesmal, am 30. Juni, ein Übermaß an Sonne und Hitze! Die Erfahrung lehrt, dass eine Wettervorhersage sich in 2 Wochen 14mal ändert. Diesmal tat sich ... nichts! Die  extremen, sonnigen 37 Grad schienen in Stein gemeißelt.

Oder eher "gebrannt". 

 

37 Grad. So eine Temperatur hatte ich lange nicht mehr freiwillig im Freien erlebt. Und nun dabei Gäste empfangen, zum Gartenquiz einladen und vom Projektgarten erzählen? Puh!!! 

Was würden die anderen sagen? Vor allem, ob die Gartenfreunde Gerd und Helmut dennoch Lust hätten, in ihre tollen Gärten einzuladen? 

Oh ja, sie hatten, und freuten sich darauf! In unserem Planungstreffen 2 Tage vorher waren sich tatsächlich a l l e  bis auf 2 zögernde Fachberater😉 einig: "Das ziehen wir durch!" 

Toll, aber würden sich auch Gäste zu uns wagen?

Den Weg würden sie jedenfalls, wenn sie denn wollten und könnten, finden... 

Zudem hatten wir Richtungspfeile und Skizzen angebracht. 

Beim Aufbau der Pavillions, des Sonnensegels, der Tische, Bänke, Infogirlanden und einigem mehr, am Sonntagmorgen um 10.00 Uhr, lagen die Temperaturen schon bei über 30 Grad. Aber Dank guter Planung waren wir schnell fertig.

Die gut 3 Stunden Pause bis wir uns erneut im Projektgarten trafen, brauchten wir dennoch sehr dringend. 

Wilde Karde

Um 14.30 erledigten wir allerletzte Vorbereitungen wie den Aufbau von Kaffee und Kuchen.. Dann warteten wir gespannt.

Zeitgleich war auch in Helmuts Garten sowie in Gerds Garten alles perfekt vorbereitet....

Würde sich jemand aus der meist kühleren Wohnung hinaus in die Hitze in unseren Verein und die 3 einladenden Gärten trauen? 

Tatsächlich! 

Die ersten Gäste kamen pünktlich! 

 

Ursula war in ihrem Element als Gastgeberin am Kuchenbuffett... 

... im Team mit Sebastian als Getränkechef. 

Die leckeren, liebevoll zubereiteten und gespendeten 4  Kuchen - vorab gut gekühlt - fanden schnell Fans. 

An der langen, bunt gemixten Tafel ergaben sich nette Gespräche unter Gartenfreunden von innerhalb und außerhalb unseres Vereins!

Das Spenden-Schwein für weiteren Ausbau des Projektgartens wurde großzügig gefüttert und eine Menge Kaffee und Saft getrunken. 

Es war heiß, heißer, am heißesten, und nur der warme Saharawind hat uns ein bisschen gerettet! 

 

Hilfreich war neben dem zeitweiligen Einsatz von Ventilator und Gartenschlauch  auch das schlaue  Anti-Hitzegeschenk einer mitfühlenden Gartenfreundin: Ganz lieben Dank an Eddy, für die mit kühlem Wasser gefüllte Blumenspritze! 

 

Einige Gäste machten beim Gartenquiz mit und strapazierten die bei den Temperaturen nur langsam arbeitenden grauen Zellen. Es galt 10 Fragen zum Garten und Gärtnern zu beantworten. 

Zum Beispiel: 

Was ist k e i n e  Apfel- Sorte? 

a) Garrns Bunter

b) Geheimrat Oldenburg

c) Adamsapfel

Nicht leicht, oder? 

Pssst, es ist a) denn Garrns Bunte ist eine Kirschsorte, während sowohl der "Adamsapfel" als auch "Geheimrat Oldenburg" alte Apfelsorten sind, die es beide auch in unserem Verein gibt! 

Jede richtige Antwort ergab einen Punkt, und die Punkte konnten in, von unserem Orga-Team gespendete Pflanzen eingetauscht werden: Wiedereinmal werden vor allem Bastis Cosmea andere Gärten erobern und Bienen Nahrung bieten. 

Tagesbeste im Quiz mit 7 richtigen Antworten wurde Gartenfreundin Dorothea, die eine junge Rose gewann. 

Alle Gäste waren angetan von der Idee des Projektgartens - einem Garten für Insekten und eine ruhige gartenthemenbezogene Nutzung. 

Die Gastgeber der zwei offenen Kleingärten bekamen ebenfalls viel Lob: Gerds romantisch und vielseitig gestalteter Garten mit  herrlichen Schattenplätzen sowie der geradezu von Sommerblumenpracht überbordende und dennoch kleingartenregeltreue Biotop-Garten Helmuts.

 

Am Abend setzte ohne jedes Gewitter eine große Abkühlung ein. Der Ab- war im Vergleich zum Aufbau ein Kinderspiel. Wir staunten über Jörgs Schrittzähler, der sage und schreibe an 30000 Schritte aufwies: Er hatte die hitzegeprobten Gäste häufig vom Projektgarten aus  in die richtige Richtung zu den weiteren Gärten gebracht. 

Gut gelaunt und motiviert von der netten Stimmung - aber auch rechtschaffen müde - ließen wir den Tag gemütlich  ausklingen. 

Alle, die beim Quiz mitgemacht hatten, nahmen auch an der Verlosung eines kleinen  Gartenwerkzeugs teil. Wir trafen uns nochmal bei Quiche und Kuchen, um den Gewinner zu ziehen. Es wurde  eine G e w I n n e r i n und noch dazu eine langjährige Gartenfreundin: Herzlichen Glückwunsch, Anneliese! Wir trafen Anneliese zur Gewinnübergabe direkt fleißig bei der  Gartenarbeit an - das Los war genau auf die Richtige gefallen ! 

Unser Fazit: Allen Beteiligten machte die Aktion der Offenen Pforte viel Freude und ebenso den Gästen, die rückmeldeten, dass so eine Veranstaltung wunderbar und im nächsten Jahr auf jeden Fall zu wiederholen wäre!

Corinna Semmelhack


NABU-Vortrag bei Pladderwetter: Bericht und Infos!  

 

Da strahlte wochenlang die Sonne vom blauen Himmel und sorgte tatsächlich für die erste Waldbrandgefahr im Jahr! Der freche April tauschte Rollen mit dem lieben, zahmen Mai, und wir alle hatten schon Shorts oder Sommerkleid aus dem Kleiderschrank geholt. Dann aber passierte das: Die Wettervorhersage prognostizierte für den 26. April vom einen auf den anderen Tag einen Temperatursturz auf fröstelige 10 Grad. Und dann sollte etwas kommen, über das sich echte Gärtner sonst immer freuen – kräftiger Regen! 

Schmetterlingsgarten bei Dämmerung

Nee, das geht nicht! 

Immer gern, besonders nachts, aber bitte nicht heute! dachten wir. Denn interessierte Gartenfreunde sowie Volker, Jörg und ich vom Fachberatungsteam hatten einen Open-Air-Vortragsabend im entstehenden Projektgarten, dem „Schmetterlingsgarten“ organisiert. Wir machten Werbung durch Homepage, Aushänge, Weitersagen, bereiteten den Garten ein paar Tage vorher vor, und fingen am späten Nachmittag des Vortragstages an, alles aufzubauen. Und nun sah es aus, als würde der  Abend ins Wasser fallen! Das befürchtete auch unser Referent, Thomas Mitschke, 1. Vorsitzender des NABU (Naturschutzbunds) Lüneburg. Er erkundigte sich 1 Stunde vorher, was wir denn nun tun würden. 

„Gemeinsam geht alles besser" – Sebastian und Jörg beim Aufbauen
„Gemeinsam geht alles besser" – Sebastian und Jörg beim Aufbauen

Tja, was tun?! Die bereits aufgebaute Profileinwand durfte keinesfalls nass werden! 

Naja, und die Besucher und wir selbst wären auch nicht begeistert vom schutzlosem Sitzen in Wind und Regen. Ein Ausweichen ins Vereins-Partyzelt schien „vernünftig“, war aber keine „Herzens-Lösung“. Denn, wo passt ein Vortrag über Tiere im Garten besser hinein als in einen Garten selbst?

Elisabeth und Gerd holten von zuhause schnell ein Laken als Leinwand, hatten schon vorsorglich einen rettenden schnell aufgebauten Partypavilion besorgt. Als Sebastian dann noch fix einen zweiten organisierte, war klar: Wir müssen nicht nass werden, obwohl wir im Garten bleiben! 

Thomas Mitschke ist natürlich durch sein unermüdliches Engagement für Natur und Umwelt, für die großen wie die kleinen bedrohten Tiere, spontan und outdoorerprobt: „O.K., machen wir, eine kleine Leinwand bringe ich dann mit!“ 

Puh, alles fertig und bereit, da öffnete der Himmel auch schon alle Schleusen. Jetzt hieß es, zusammenzurücken auf den sechs Partybänken unter Dach! Gut so, und noch die zwei mitgebrachten Decken nutzen, dann wird uns allen wenigstens wärmer, dachten wir. Gleichzeitig freuten wir uns über die – angesichts des grausigen Wetters, das einige zuhause bleiben ließ – doch ansehnliche Besucherzahl! Prima, denn wir Gärtner sind in Zeiten von Klimawandel und Insektensterben dringend gefragt, etwas zu tun. Und um das R i c h t i g e zu tun, brauchen wir Informationen! 

Oh Schreck, miteinmal tropfte es kräftig durch den Zwischenraum der Pavillions: fast auf Beamer und Laptop! Gelassen zuppelte Thomas Mitschke den Müllsack zurecht, der die Geräte schützte und fuhr mit seinem Vortrag fort. Er ist schließlich selbst echter Kleingärtner, hat Erfahrung mit Wind und Wetter in jeder Hinsicht. 

Nach Thomas Mitschkes interessantem Vortrag, der viele Themenbereiche leider in der Kürze der Zeit nur anreißen konnte, gab es noch leckeren Kuchen und ebenso Cosmea- Pflanzen - eine prima, lange blühende Bienenweide, die sich zuverlässig wieder aussät. Beides freundlich gespendet. Der Regen endete, und wir tauschten mit den interessierten Besuchern noch weitere (Veranstaltungs-) Tipps, waren uns einig, das so etwas zu wiederholen wäre! Lieben Dank an die Mitorganisatoren, Basti, Elisabeth, Gerd, Achim, Sibylle und Sandra – es hat Spaß gemacht! 

 

Für alle am Thema Interessierten, die nicht dabei waren, greife ich ein paar wesentliche Punkte aus dem Vortrag auf: 

 

Ein Hauptziel ist, für ganzjährige Nahrung für Insekten und andere Tiere zu sorgen. Im Winter blüht nichts? Doch, durchaus: Winterheide ist ein Bienentraum, Christrosen, erste Krokusse und vieles mehr. Wir sollten vor allem an Früh- und Spätblüher denken: Zwiebelpflanzen, Stauden oder Büsche. Während im Hochsommer der Tisch aus Insektensicht reichlich gedeckt ist, sieht es zu Beginn und Ende der Gartensaison leider ganz anders aus. 

Viele bedrohte Arten sind Nahrungsspezialisten, daher ist Pflanzenvielfalt statt Monokultur im Garten ein wichtiger Ansatz – ebenso die Vielfalt der Lebensräume! Hier ist menschliche Gestaltungsfantasie gefragt: Schon ein kleiner Teich oder eine Trockenmauer im Garten bieten unzähligen Arten Unterstützung. 

Sehr sinnvoll ist ein Abschied vom Garten-Schönheitsempfinden der 80er Jahre, wonach rund um eine Staude immer Erde sichtbar sein muss! Und zwar für Mensch und Tier: Blühende Bodendecker bringen Insekten Lebensraum und Nahrung und führen zugleich dazu, dass Mensch wesentlich weniger jäten und gießen muss. Bei der Auswahl achtet der kluge Gärtner auf robuste, lange blühende, trockenheitsresistente Arten und Sorten – z.B. aus der Gattung Storchschnabel, die für nahe zu jeden Standort und Boden Sorten bietet.

Jeder soll sich im Garten selbst verwirklichen. Der eine mag es aufgeräumt, der andere wilder. Das ist – in einem, den Gartennachbarn nicht beeinträchtigenden Maße – völlig o.k.. Der Tier- und Insektenwelt hilft man in jedem Fall damit, ein paar wilde Ecken stehen zu lassen. Ein alter Holzstapel, ein Steinhaufen, eine Stelle mit Brennesseln (Nahrung für die Raupen von diversen Falterarten), Wildkräuter wie Günsel, Taubnessel, Habichtskraut, Löwenzahn dort dulden, eine offene Lehm-oder Sandstelle – damit ist schon viel getan. 

Wichtig ist es, sich zu informieren, z.B. auf den Seiten der Naturschutzverbände. Es ist nicht nötig, Insektenhäuser zu erwerben – einfache in den Boden gesteckte Bambusstäbe können manchmal effektiver sein. Auf Gartenflohmärkten in Frühjahr und Herbst kann man günstig Saatgut, Stauden erwerben oder eintauschen und seinen Garten vielfältig gestalten. 

 

Es gilt noch 3 häufige Irrtümer auszuräumen:  

 

Irrtum 1: “Wenn ich nichts in meinem Garten mache, ist das ein toller Naturgarten!“

Nein. So ein Garten ist oft eine verpasste Chance, für Insekten und andere Tiere Nahrungsangebote und vielfältige Lebensäume zu schaffen. Ebenso ein Garten, der nur Rasen und Koniferen enthält. Selbst blühende und fruchtende Obstbäume bieten nur eine Zeit lang Nahrung. Danach sollten sich Stauden und Einjährige anschließen. Was nützt es, wenn sie von Gras überwuchert oder nicht vorhanden sind?

 

Irrtum 2: “Ist doch toll, wenn ein paar Stechinsekten weniger fliegen!“

Nein. Zugegeben, als ungebetene Kaffeetafelgäste sind etwa Wespen keine Sympathieträger auf den ersten Blick, aber in der Natur eine wichtige Gesundheitspolizei. Auch hätte/hat ihr Fehlen sofortige Auswirkungen auf weitere Mitglieder der Nahrungskette. Es gibt diverse Unterarten, und nur ein kleiner Teil ist aggressiv. 

 

Irrtum 3: “Für Sichtschutz muss es immer eine Holzwand sein!“

Nein. Immer keinesfalls. Viele Insekten nährende Blühsträucher, z.B. Wildrosen, Blasenspiere, Gartenjasmin dürfen auch im Kleingarten gesetzt werden. Sie bringen in der Hauptsaison dichten, natürlichen Sichtschutz und Nahrung genau wie Wein- oder Brombeerspaliere, die uns auch noch Früchte schenken.

 

Zu guter letzt: 

Wir vom Fachberatungsteam beraten Dich sehr gern zu nützlichen Pflanzen, verfügen über hilfreiche Literatur und haben kostenloses bienenfreundliches Saatgut abzugeben! 

Mail an fachberatungkirchsteig@web.de oder Mi von 18.00-19.00 in Garten 75. 

Wenn Du *hier* draufklickst, findest Du eine Liste von Pflanzen mit hohem Wert für Falter oder Raupen. Denn, das wissen wir zwar alle, vergessen es aber gern: Nur aus einer Raupe kann ein bunter Schmetterling werden! 

 

Schmetterling auf Herbstaster

Baumschnittseminar 2. Teil

 

 

Am vorletzten Samstag im März fand hier bei uns am Kirchsteig Teil 2 des Obstbaumschnittkurses mit Sabine Fortak, der 1. Vorsitzenden des Pomologenvereins e.V. statt. 

Pomologie ist die Obstbaukunde. Der Pomologenverein fördert im Rahmen des Obst- und Gartenbaues Landespflege, Umweltschutz und Naturerhalt. Sabine ist also eine hervorragende Expertin, die neben vielen anderen Tätigkeitsfeldern in ganz Deutschland bei verschiedenen Einrichtungen Schnittkurse hält. 

 

Der Teilnehmerkreis aus Fachberatern und Vorsitzenden mehrerer Vereine war bei diesem Fortsetzungsseminar mit 13 Anwesenden etwas kleiner: Dafür waren die Bäume, an die es ging, größer als beim letzten Mal. „Großbaumschnitt für Fortgeschrittene“ lautete das Tagesthema. 

 

Baumansprache lernen ...

Zunächst stand ein mittleres Exemplar, ein Grahams Jubiläumsapfel in Manfreds Garten im Fokus des Interesses. Das Wetter war „frisch“, aber allein vom Mitdenken wurde allen Teilnehmern schnell wärmer. Wie gewohnt besprach Sabine mit uns die geeignete Vorgehensweise, diskutiert bei der sogenannten Baumansprache mit uns Ast für Ast. 

Dabei begegnete sie auch weniger geeigneten Schnittvorschlägen mit der ihr eigenen, freundlich-ermutigenden Art. „Ja, gute Idee. Das können wir durchaus mal überlegen.... Aber, … nein! Warum lieber nicht? Denkt mal alle nach ...“

So kreierte sie eine offene Atmosphäre, in der auch zurückhaltendere Teilnehmer keine Blamage fürchten mussten. Und der Lerneffekt war ungleich höher, als wenn wir das Wissen fertig präsentiert bekommen hätten.

Nachdem wir uns jeweils über den Verzicht einig geworden waren, wurde der Ast abgeschnitten oder abgesägt. Diese Aufgabe schien eine für den Namen Werner zu sein, denn sie wurde meist von Werner vom Kirchsteiger Fachberatungsteam und Werner, Fachberater vom Brauerteich, übernommen. 

Es gab wieder viele Tipps ...

Sabine war es wichtig, erneut zu betonen: Gerade alte, seltener geschnittene Bäume sollten nie in einem Jahr „fertig“ geschnitten werden! Das könnte zuviel für den Baum sein, und er gäbe auf. Oder er treibe dann „wie verrückt“ aus – beides nicht erstrebenswert...

Lieber abwarten und im nächsten Jahr auch mit dem Folgeschnitt auf die Reaktion des Baumes reagieren. Die Motorsäge sei für guten Baumschnitt tabu, Äste, die größer als 10 cm im Durchschnitt seien, sind nur, wenn es unumgänglich ist, abzusägen. Alles andere verursache große Wunde, Eintrittsstellen für Krankheiten. 

Ein weiterer guter Tipp: Das Schnittgut immer in der Nähe des Baums stapeln. So behält man einen guten Überblick, wieviel schon abgeschnitten wurde. Man ist dann weniger gefährdet in einen den Baum zu sehr schwächenden oder anregenden „Schnittrausch“ zu verfallen, „wenn man schon mal da oben ist....“

Nur Klettern ersetzt die lange Leiter ... 

Der zweite Kandidat war ein ordentliches Kaliber, ein Kaiser-Wilhelm-Apfelbaum im Garten von Gartenfreund Alex O.. Im Laufe seines Lebens hatte er die ein oder andere kleine Schnittsünde zu ertragen – Dank seiner Wuchskraft kein Problem. Sie ließ ihn ein – auf für Menschen – hohes Alter erreichen und gut tragen. Dennoch waren wir erstaunt, wie der Baum durch geschickten Schnitt unter Sabines Anleitung in eine sehr viel stimmigere Form gebracht wurde. Für Großbäume dieser Art hatten wir vorab lange Leitern von 4 bis 6 m Länge organisiert. Ist man aber durch langjähriges Gärtnern bei Wind und Wetter trainiert, klappt es auch „zu Fuß“ fand unser Werner und strafte beim Baumklettern wieder sein Alter Lügen. 

Zum Abschluss ging es in den werdenden Projektgarten, wo wir uns einem lange Jahre vernachlässigten Birnbaum widmeten. Sabine bestätigte Jörgs, im letzten jahr begonnene Vorgehensweise, den Baum wieder in ein ausgeglichenes und stärkendes Verhältnis von Wuchs und Ertrag zu bringen. Auch für den hoffnungslos scheinenden Pflaumenbaum daneben diskutierten Sabine und Jörg ein Schnittstrategie.

 


Selbstverpflichtung: Keine Verwendung von Glyphosat mehr in unserem Verein!

Es ist eine wichtige Information für alle Gartenfreunde, die nicht zur Jahreshauptversammlung kommen konnten: Die Mitgliedsversammlung hat eine Selbstverpflichtung beschlossen, im Kleingärtnerverein Kirchsteig kein Glyphosat mehr zu benutzen.

Wir signalisieren damit, dass wir in Zeiten des Insektensterbens und der auch sonst immer größeren Beeinträchtigung der Tier- und Pflanzenwelt einen wichtigen ersten Schritt tun, noch mehr im Einklang mit der Natur zu gärtnern. Die Fachberatung lädt diejenigen, die Fragen haben, dazu ein, ab Anfang April die Sprechstunde aufzusuchen und sich beraten zu lassen. Zum Beispiel kann schon eine geschickte Gartengestaltung helfen, gut auf den Einsatz von Glyphosat und anderen chemischen Pflanzenschutzmitteln zu verzichten.

Noch ein paar Stimmen: Wir Kleingärtner – so formuliert es der Bundesverband – stehen in besonderer ökologischer Verantwortung. Jeder soll in seinem Kleingarten die Chance haben, leckeres Biogemüse anzubauen, dass sonst – im Vergleich zu konventionellem Gemüse – nur relativ teuer zu erwerben ist. Der Bezirksverband der Gartenfreunde Lüneburg betont, dass es Alternativen zur Verwendung von Glyphosat gibt. Die Stadt Lüneburg erwägt, in den Kreis der pestizidfreien Kommunen einzutreten und plant ohnehin, eine entsprechende Vereinbarung mit dem Bezirksverband zu treffen.

Der richtige Schnitt macht den Baum fit ...

Am vergangenen Wochenende fand hier bei uns am Kirchsteig ein Obstbaumschnittkurs statt.

Organisiert mit und durchgeführt von dem Bezirksverband waren vor allem Fachberater und Vorstandsmitglieder aus allen Vereinen angesprochen, daran teilzunehmen. Rund 25 Teilnehmer kamen zusammen. Kursleiterin war Sabine Fortak. Sie ist die 1. Vorsitzende des deutschen Pomologen-Vereins e.V.. Es ist ihr ein Herzensanliegen, durch ihre Kurse Multiplikatoren zu gewinnen und auszubilden: Diese können dann ihrerseits Interessierten die Grundlagen des - jeweils dem Baum und Schnittziel angemessenen - Obstbaumschnitts vermitteln. Hochgradig sachkompetent und freundlich hielt sie sich nicht lange mit einführenden Worten auf: Es ging sehr schnell an die Bäume! Bis zur Mittagszeit wurde ohne Pause konzentriert der Erziehungsschnitt an Jungbäumen und die Anwendung des Oeschbergschnitts auf einen mittelalten Gravensteiner Apfelbaum erklärt. Die vielen Informationen und - mehr noch - das kalte, windige Wetter waren für alle herausfordernd! Gut, dass im warmen Vereinsheim ein deftiges, perfekt zur Jahreszeit passendes Mittagessen eingenommen werden konnte. So ging es gut gestärkt in die zweite Halbzeit. In einem weiteren Garten waren nun die Teilnehmer selbst gefragt, das soeben Erlernte praktisch anzuwenden. In zwei Gruppen eingeteilt, wandten wir uns schnittbedürftigen Halbstämmen zu. „Also was nehmen wir nun als Leitäste?“ „Diesen?“ „Warum nicht lieber den?“ Lebhaft wurde in den Gruppen diskutiert, bis man sich geeinigt und Sabine die Vorschläge abgenommen hatte. Dann durfte selbst geschnitten und auch gesägt werden.

Abschließend zeigte Sabine noch kurz im entstehenden Projektgarten, wie ein alter Baum durch gezielten Schnitt wieder verjüngt werden kann. Der kräftige Abschlussapplaus für die erfahrene Kursleiterin quittierte, was für ein interessantes und lehrreiches Seminar wir alle erlebt hatten!

Gartenfreund Jörg im Gespräch mit Garteninteressentin Nuha und Gartenfreundin Erica
Gartenfreund Jörg im Gespräch mit Garteninteressentin Nuha und Gartenfreundin Erica

Am 10.6. haben wir zum ersten Mal den Tag des Gartens gefeiert, den der Bundesverband der Kleingärtner jährlich ausruft. Nach Diskussionen um die Teilnahme stand am Ende das Konzept, zunächst einen „Nachmittag des Gartens“ von 15.00 bis 18.00 Uhr zu erproben: mit 3 für Besucher offenen Gärten, einer Pflanzen-gegen-Spende-Aktion für eine kleine Bepflanzungsanschaffung, selbstgebackenem Kuchen und Kaffee.

Vier Vorstandsmitglieder - Klaus, Ursula, Volker und Jörg - und ich haben die Idee von Anfang an befürwortet und den Tag organisiert. Die Pforte zu öffnen, erforderte Wagemut der Beteiligten: Wir wussten weder, ob an diesem ersten Mal kein oder 100 Besucher kämen, noch, ob diese freundlich oder sehr kritisch wären. Trotz vorab schwülen Wetters, Urlaubszeit und einer leider zunächst falschen Vorankündigung in der Lünepost kamen dann die Gäste: die gewünschte bunte Mischung aus Anwohnern, Garteninteressierten und Gartenfreunden. Wir hatten sehr viel Freude an dem Austausch in Gesprächen und positiven Rückmeldungen zu unseren Gärten. Garten und Gärtnern ist ein Thema, das sofort eine Brücke zwischen Fremden baut. Am Ende ein herzliches Dankeschön an die Gartenfreunde Hermanna und Bernd, Rita und Harald sowie Anja und Alex, Dorothea und Jens und Sebastian. Aus dem diesjährigen "Experiment" haben wir Erfahrungen gewonnen, die in die Planung fürs nächste Jahr einfließen könnten: Eine ist zum Beispiel die, 2019 frühzeitiger Aushänge zu machen, um weitere Gartenfreunde für diesen Tag zu gewinnen – als Gastgeber oder Besucher.

Corinna vom Fachberatungsteam



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