News

 

Hier findest Du Aktuelles zu unserem Verein, Tipps zu Arbeiten im Gartenjahr, eine Übersicht über die Gemeinschaftsarbeit und den Terminplan das Jahr 2019 in unserem Verein.

Anemone japonica

Wir bekommen weitgereisten Besuch! 

 

Die Blumensprache ist ein wichtiger Teil japanischer Kultur und so sagen wir es mit einer Anemone japonica, einer Japanischen Herbstanemone, die darin für Aufrichtigkeit steht: Wir freuen uns sehr, am Freitagmittag (23.08.2019) im Verein Kirchsteig Besuch aus dem fernen Japan empfangen zu dürfen! Eine Delegation aus Lüneburgs Partnerstadt Naruto sowie Vertreter unserer Stadt und der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Lüneburg werden bei uns zu Gast sein.

ようこそ - Herzlich willkommen! 

 

Corinna, FBTeam 


"Heiße Aktion" der Offenen Pforte

 

Der Wetterverantwortliche "da oben" ist ein Spaßvogel, der uns gern fordert: “Uns" meint Jörg, Sebastian und mich, die dieses Jahr den "Nachmittag der offenen Pforte in 3 Kleingärten" organisierten, gemeinsam mit vor allem Ursula, Gerd, Helmut, Elisabeth, Reinhard, Erica sowie Frithjof. Ein dickes Dankeschön geht auch an Tanja, Achim, Sibylle und Volker!

 

Während wir beim Open Air NABU-Vortrag im April mit Kälteeinbruch, Wind und Platzregen kämpften, war es diesmal, am 30. Juni, ein Übermaß an Sonne und Hitze! Die Erfahrung lehrt, dass eine Wettervorhersage sich in 2 Wochen 14mal ändert. Diesmal tat sich ... nichts! Die  extremen, sonnigen 37 Grad schienen in Stein gemeißelt.

Oder eher "gebrannt". 

 

37 Grad. So eine Temperatur hatte ich lange nicht mehr freiwillig im Freien erlebt. Und nun dabei Gäste empfangen, zum Gartenquiz einladen und vom Projektgarten erzählen? Puh!!! 

Was würden die anderen sagen? Vor allem, ob die Gartenfreunde Gerd und Helmut dennoch Lust hätten, in ihre tollen Gärten einzuladen? 

Oh ja, sie hatten, und freuten sich darauf! In unserem Planungstreffen 2 Tage vorher waren sich tatsächlich a l l e  bis auf 2 zögernde Fachberater😉 einig: "Das ziehen wir durch!" 

Toll, aber würden sich auch Gäste zu uns wagen?

Den Weg würden sie jedenfalls, wenn sie denn wollten und könnten, finden... 

Zudem hatten wir Richtungspfeile und Skizzen angebracht. 

Beim Aufbau der Pavillions, des Sonnensegels, der Tische, Bänke, Infogirlanden und einigem mehr, am Sonntagmorgen um 10.00 Uhr, lagen die Temperaturen schon bei über 30 Grad. Aber Dank guter Planung waren wir schnell fertig.

Die gut 3 Stunden Pause bis wir uns erneut im Projektgarten trafen, brauchten wir dennoch sehr dringend. 

Wilde Karde

Um 14.30 erledigten wir allerletzte Vorbereitungen wie den Aufbau von Kaffee und Kuchen.. Dann warteten wir gespannt.

Zeitgleich war auch in Helmuts Garten sowie in Gerds Garten alles perfekt vorbereitet....

Würde sich jemand aus der meist kühleren Wohnung hinaus in die Hitze in unseren Verein und die 3 einladenden Gärten trauen? 

Tatsächlich! 

Die ersten Gäste kamen pünktlich! 

 

Ursula war in ihrem Element als Gastgeberin am Kuchenbuffett... 

... im Team mit Sebastian als Getränkechef. 

Die leckeren, liebevoll zubereiteten und gespendeten 4  Kuchen - vorab gut gekühlt - fanden schnell Fans. 

An der langen, bunt gemixten Tafel ergaben sich nette Gespräche unter Gartenfreunden von innerhalb und außerhalb unseres Vereins!

Das Spenden-Schwein für weiteren Ausbau des Projektgartens wurde großzügig gefüttert und eine Menge Kaffee und Saft getrunken. 

Es war heiß, heißer, am heißesten, und nur der warme Saharawind hat uns ein bisschen gerettet! 

 

Hilfreich war neben dem zeitweiligen Einsatz von Ventilator und Gartenschlauch  auch das schlaue  Anti-Hitzegeschenk einer mitfühlenden Gartenfreundin: Ganz lieben Dank an Eddy, für die mit kühlem Wasser gefüllte Blumenspritze! 

 

Einige Gäste machten beim Gartenquiz mit und strapazierten die bei den Temperaturen nur langsam arbeitenden grauen Zellen. Es galt 10 Fragen zum Garten und Gärtnern zu beantworten. 

Zum Beispiel: 

Was ist k e i n e  Apfel- Sorte? 

a) Garrns Bunter

b) Geheimrat Oldenburg

c) Adamsapfel

Nicht leicht, oder? 

Pssst, es ist a) denn Garrns Bunte ist eine Kirschsorte, während sowohl der "Adamsapfel" als auch "Geheimrat Oldenburg" alte Apfelsorten sind, die es beide auch in unserem Verein gibt! 

Jede richtige Antwort ergab einen Punkt, und die Punkte konnten in, von unserem Orga-Team gespendete Pflanzen eingetauscht werden: Wiedereinmal werden vor allem Bastis Cosmea andere Gärten erobern und Bienen Nahrung bieten. 

Tagesbeste im Quiz mit 7 richtigen Antworten wurde Gartenfreundin Dorothea, die eine junge Rose gewann. 

Alle Gäste waren angetan von der Idee des Projektgartens - einem Garten für Insekten und eine ruhige gartenthemenbezogene Nutzung. 

Die Gastgeber der zwei offenen Kleingärten bekamen ebenfalls viel Lob: Gerds romantisch und vielseitig gestalteter Garten mit  herrlichen Schattenplätzen sowie der geradezu von Sommerblumenpracht überbordende und dennoch kleingartenregeltreue Biotop-Garten Helmuts.

 

Am Abend setzte ohne jedes Gewitter eine große Abkühlung ein. Der Ab- war im Vergleich zum Aufbau ein Kinderspiel. Wir staunten über Jörgs Schrittzähler, der sage und schreibe an 30000 Schritte aufwies: Er hatte die hitzegeprobten Gäste häufig vom Projektgarten aus  in die richtige Richtung zu den weiteren Gärten gebracht. 

Gut gelaunt und motiviert von der netten Stimmung - aber auch rechtschaffen müde - ließen wir den Tag gemütlich  ausklingen. 

Alle, die beim Quiz mitgemacht hatten, nahmen auch an der Verlosung eines kleinen  Gartenwerkzeugs teil. Wir trafen uns nochmal bei Quiche und Kuchen, um den Gewinner zu ziehen. Es wurde  eine G e w I n n e r i n und noch dazu eine langjährige Gartenfreundin: Herzlichen Glückwunsch, Anneliese! Wir trafen Anneliese zur Gewinnübergabe direkt fleißig bei der  Gartenarbeit an - das Los war genau auf die Richtige gefallen ! 

Unser Fazit: Allen Beteiligten machte die Aktion der Offenen Pforte viel Freude und ebenso den Gästen, die rückmeldeten, dass so eine Veranstaltung wunderbar und im nächsten Jahr auf jeden Fall zu wiederholen wäre!

Corinna Semmelhack


Überraschende Schüler-Bienenaktion 

 

Um Gerüchte zu beenden: Natürlich hat n i c h t das Fachberatungsteam am 1. Juli Zettel verteilt! Vielmehr waren unter Leitung von Thomas Mitschke vom Lüneburger NABU überraschend Schüler der Herderschule im Verein unterwegs. 

 

Zufällig wurden wir am Vormittag Zeugen, wie die Kinder durch einen Teil der Kolonie streiften. Als wir uns über die bunten Zettel an den Toren wunderten und fragten, was die Kinder  vorhätten, erklärte uns Thomas: "Die Kinder nehmen im Rahmen eines Schulprojekts Gärten auf Insektenfreundlichkeit hin unter die Lupe." Wenn sie meinten, in einem Garten könnte noch mehr Nahrung für Bienen und andere Insekten angepflanzt werden, pinnten sie ein entsprechendes Zettelchen an den Zaun: "Ich habe leider kein Essen gefunden!" schluchzt darauf etwa ein trauriges, gelbes Bienengesicht (oder ein trauriger Smilie?) aus Papier... 

Trauriger Smilie

 

Einige Gärten bekamen von den Kindern  nur einen Info-Flyer des NABU für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge in den Zaun gesteckt.

 

Und mit einem roten Herzen sagten die Kinder im Namen der Bienen  "Herzlichen Dank für leckeres Futter", wenn der Garten schon jetzt viel Nahrung für diese  zu bieten hatte.

 

Ein Herz für Bienen

 

Natürlich haben wir uns neugierig angeschaut, was die Kinder jeweils wo angepinnt hatten, waren nicht in jedem Fall gleicher Meinung mit den jungen Naturschützern. Aber darauf kommt es nicht an! Wir finden ihre plakative Aktion dennoch sehr gelungen: In unserer Zeit ist es mehr als wichtig, dass im Unterricht viel Augenmerk auf den Naturschutz gelegt wird. Und es ging den Kindern sicher nicht darum, Gärten zu "bewerten", sondern sie wollten auf die Not der Insekten hinweisen und zum Nachdenken, Reden und  Diskutieren über insektenfreundliches Gärtnern anregen!

 

Wir vom Fachberatungsteam haben schon im Frühjahr mit Freude festgestellt, dass einige  Gartenfreunde ein paar  Quadratmeter in ihren Gärten sogar ganz den geflügelten Helfern  gewidmet und  Insektenwiesen angelegt haben. 

 

Zu guter letzt: An einem Zaun fanden wir besonders viel Lob angepinnt vor. Der jetzt mit vielen Sommerblumen aufblühende Gemüsegarten unseres langjährigen Vereinsmitglieds Hubert hatte die Kinder offensichtlich sehr  begeistert.

  

Bienenfreundlicher Garten

Klasse, wenn jeder im kleinen Rahmen seinen Beitrag leistet, dass Bienen, Hummeln und Schmetterlinge Nahrung finden. 

Corinna vom Fachberatungsteam


Blühende Rose am Gartenzaun

Wir laden herzlich ein zum

 

"Nachmittag der Offenen Pforte"

in drei Kleingärten

 

(Pflanzenvielfalt, naturnahes Gärtnern, Infos, Kaffee und Kuchen)

 

Wann: Sonntag, den 30. Juni von 15 bis 18 Uhr

Wo: KGV-Kirchsteig 

 

Gartenfreunde & Fachberatungsteam 

fachberatungkirchsteig@web.de

 

 


NABU-Vortrag bei Pladderwetter: Bericht und Infos!  

 

Da strahlte wochenlang die Sonne vom blauen Himmel und sorgte tatsächlich für die erste Waldbrandgefahr im Jahr! Der freche April tauschte Rollen mit dem lieben, zahmen Mai, und wir alle hatten schon Shorts oder Sommerkleid aus dem Kleiderschrank geholt. Dann aber passierte das: Die Wettervorhersage prognostizierte für den 26. April vom einen auf den anderen Tag einen Temperatursturz auf fröstelige 10 Grad. Und dann sollte etwas kommen, über das sich echte Gärtner sonst immer freuen – kräftiger Regen! 

Schmetterlingsgarten bei Dämmerung

Nee, das geht nicht! 

Immer gern, besonders nachts, aber bitte nicht heute! dachten wir. Denn interessierte Gartenfreunde sowie Volker, Jörg und ich vom Fachberatungsteam hatten einen Open-Air-Vortragsabend im entstehenden Projektgarten, dem „Schmetterlingsgarten“ organisiert. Wir machten Werbung durch Homepage, Aushänge, Weitersagen, bereiteten den Garten ein paar Tage vorher vor, und fingen am späten Nachmittag des Vortragstages an, alles aufzubauen. Und nun sah es aus, als würde der  Abend ins Wasser fallen! Das befürchtete auch unser Referent, Thomas Mitschke, 1. Vorsitzender des NABU (Naturschutzbunds) Lüneburg. Er erkundigte sich 1 Stunde vorher, was wir denn nun tun würden. 

„Gemeinsam geht alles besser" – Sebastian und Jörg beim Aufbauen
„Gemeinsam geht alles besser" – Sebastian und Jörg beim Aufbauen

Tja, was tun?! Die bereits aufgebaute Profileinwand durfte keinesfalls nass werden! 

Naja, und die Besucher und wir selbst wären auch nicht begeistert vom schutzlosem Sitzen in Wind und Regen. Ein Ausweichen ins Vereins-Partyzelt schien „vernünftig“, war aber keine „Herzens-Lösung“. Denn, wo passt ein Vortrag über Tiere im Garten besser hinein als in einen Garten selbst?

Elisabeth und Gerd holten von zuhause schnell ein Laken als Leinwand, hatten schon vorsorglich einen rettenden schnell aufgebauten Partypavilion besorgt. Als Sebastian dann noch fix einen zweiten organisierte, war klar: Wir müssen nicht nass werden, obwohl wir im Garten bleiben! 

Thomas Mitschke ist natürlich durch sein unermüdliches Engagement für Natur und Umwelt, für die großen wie die kleinen bedrohten Tiere, spontan und outdoorerprobt: „O.K., machen wir, eine kleine Leinwand bringe ich dann mit!“ 

Puh, alles fertig und bereit, da öffnete der Himmel auch schon alle Schleusen. Jetzt hieß es, zusammenzurücken auf den sechs Partybänken unter Dach! Gut so, und noch die zwei mitgebrachten Decken nutzen, dann wird uns allen wenigstens wärmer, dachten wir. Gleichzeitig freuten wir uns über die – angesichts des grausigen Wetters, das einige zuhause bleiben ließ – doch ansehnliche Besucherzahl! Prima, denn wir Gärtner sind in Zeiten von Klimawandel und Insektensterben dringend gefragt, etwas zu tun. Und um das R i c h t i g e zu tun, brauchen wir Informationen! 

Oh Schreck, miteinmal tropfte es kräftig durch den Zwischenraum der Pavillions: fast auf Beamer und Laptop! Gelassen zuppelte Thomas Mitschke den Müllsack zurecht, der die Geräte schützte und fuhr mit seinem Vortrag fort. Er ist schließlich selbst echter Kleingärtner, hat Erfahrung mit Wind und Wetter in jeder Hinsicht. 

Nach Thomas Mitschkes interessantem Vortrag, der viele Themenbereiche leider in der Kürze der Zeit nur anreißen konnte, gab es noch leckeren Kuchen und ebenso Cosmea- Pflanzen - eine prima, lange blühende Bienenweide, die sich zuverlässig wieder aussät. Beides freundlich gespendet. Der Regen endete, und wir tauschten mit den interessierten Besuchern noch weitere (Veranstaltungs-) Tipps, waren uns einig, das so etwas zu wiederholen wäre! Lieben Dank an die Mitorganisatoren, Basti, Elisabeth, Gerd, Achim, Sibylle und Sandra – es hat Spaß gemacht! 

 

Für alle am Thema Interessierten, die nicht dabei waren, greife ich ein paar wesentliche Punkte aus dem Vortrag auf: 

 

Ein Hauptziel ist, für ganzjährige Nahrung für Insekten und andere Tiere zu sorgen. Im Winter blüht nichts? Doch, durchaus: Winterheide ist ein Bienentraum, Christrosen, erste Krokusse und vieles mehr. Wir sollten vor allem an Früh- und Spätblüher denken: Zwiebelpflanzen, Stauden oder Büsche. Während im Hochsommer der Tisch aus Insektensicht reichlich gedeckt ist, sieht es zu Beginn und Ende der Gartensaison leider ganz anders aus. 

Viele bedrohte Arten sind Nahrungsspezialisten, daher ist Pflanzenvielfalt statt Monokultur im Garten ein wichtiger Ansatz – ebenso die Vielfalt der Lebensräume! Hier ist menschliche Gestaltungsfantasie gefragt: Schon ein kleiner Teich oder eine Trockenmauer im Garten bieten unzähligen Arten Unterstützung. 

Sehr sinnvoll ist ein Abschied vom Garten-Schönheitsempfinden der 80er Jahre, wonach rund um eine Staude immer Erde sichtbar sein muss! Und zwar für Mensch und Tier: Blühende Bodendecker bringen Insekten Lebensraum und Nahrung und führen zugleich dazu, dass Mensch wesentlich weniger jäten und gießen muss. Bei der Auswahl achtet der kluge Gärtner auf robuste, lange blühende, trockenheitsresistente Arten und Sorten – z.B. aus der Gattung Storchschnabel, die für nahe zu jeden Standort und Boden Sorten bietet.

Jeder soll sich im Garten selbst verwirklichen. Der eine mag es aufgeräumt, der andere wilder. Das ist – in einem, den Gartennachbarn nicht beeinträchtigenden Maße – völlig o.k.. Der Tier- und Insektenwelt hilft man in jedem Fall damit, ein paar wilde Ecken stehen zu lassen. Ein alter Holzstapel, ein Steinhaufen, eine Stelle mit Brennesseln (Nahrung für die Raupen von diversen Falterarten), Wildkräuter wie Günsel, Taubnessel, Habichtskraut, Löwenzahn dort dulden, eine offene Lehm-oder Sandstelle – damit ist schon viel getan. 

Wichtig ist es, sich zu informieren, z.B. auf den Seiten der Naturschutzverbände. Es ist nicht nötig, Insektenhäuser zu erwerben – einfache in den Boden gesteckte Bambusstäbe können manchmal effektiver sein. Auf Gartenflohmärkten in Frühjahr und Herbst kann man günstig Saatgut, Stauden erwerben oder eintauschen und seinen Garten vielfältig gestalten. 

 

Es gilt noch 3 häufige Irrtümer auszuräumen:  

 

Irrtum 1: “Wenn ich nichts in meinem Garten mache, ist das ein toller Naturgarten!“

Nein. So ein Garten ist oft eine verpasste Chance, für Insekten und andere Tiere Nahrungsangebote und vielfältige Lebensäume zu schaffen. Ebenso ein Garten, der nur Rasen und Koniferen enthält. Selbst blühende und fruchtende Obstbäume bieten nur eine Zeit lang Nahrung. Danach sollten sich Stauden und Einjährige anschließen. Was nützt es, wenn sie von Gras überwuchert oder nicht vorhanden sind?

 

Irrtum 2: “Ist doch toll, wenn ein paar Stechinsekten weniger fliegen!“

Nein. Zugegeben, als ungebetene Kaffeetafelgäste sind etwa Wespen keine Sympathieträger auf den ersten Blick, aber in der Natur eine wichtige Gesundheitspolizei. Auch hätte/hat ihr Fehlen sofortige Auswirkungen auf weitere Mitglieder der Nahrungskette. Es gibt diverse Unterarten, und nur ein kleiner Teil ist aggressiv. 

 

Irrtum 3: “Für Sichtschutz muss es immer eine Holzwand sein!“

Nein. Immer keinesfalls. Viele Insekten nährende Blühsträucher, z.B. Wildrosen, Blasenspiere, Gartenjasmin dürfen auch im Kleingarten gesetzt werden. Sie bringen in der Hauptsaison dichten, natürlichen Sichtschutz und Nahrung genau wie Wein- oder Brombeerspaliere, die uns auch noch Früchte schenken.

 

Zu guter letzt: 

Wir vom Fachberatungsteam beraten Dich sehr gern zu nützlichen Pflanzen, verfügen über hilfreiche Literatur und haben kostenloses bienenfreundliches Saatgut abzugeben! 

Mail an fachberatungkirchsteig@web.de oder Mi von 18.00-19.00 in Garten 75. 

Wenn Du *hier* draufklickst, findest Du eine Liste von Pflanzen mit hohem Wert für Falter oder Raupen. Denn, das wissen wir zwar alle, vergessen es aber gern: Nur aus einer Raupe kann ein bunter Schmetterling werden! 

 

Schmetterling auf Herbstaster

Liebe Gartenfreunde, 

liebe garteninteressierte Anwohner, 

 

in Zeiten von Klimawandel und Insektensterben sind wir  

a l l e  gefragt! Ihr seid herzlich eingeladen: 

 

Thomas Mitschke, 

vom NABU Lüneburg 

erzählt uns  

am Freitag, den 26. April

um 20.30 Uhr, 

Open Air

im Schmetterlingsgarten, Nr. 21

des KGV Kirchsteig 

 

„Was jeder in seinem Garten für Insekten tun kann“

 

 

Wir freuen uns sehr auf Euer Kommen! 

 

Freiwillige Helfer und das Fachberatungsteam 

 

(Eintritt ist frei, bitte feste Schuhe tragen ;-))

 


Baumschnittseminar 2. Teil

 

 

Am vorletzten Samstag im März fand hier bei uns am Kirchsteig Teil 2 des Obstbaumschnittkurses mit Sabine Fortak, der 1. Vorsitzenden des Pomologenvereins e.V. statt. 

Pomologie ist die Obstbaukunde. Der Pomologenverein fördert im Rahmen des Obst- und Gartenbaues Landespflege, Umweltschutz und Naturerhalt. Sabine ist also eine hervorragende Expertin, die neben vielen anderen Tätigkeitsfeldern in ganz Deutschland bei verschiedenen Einrichtungen Schnittkurse hält. 

 

Der Teilnehmerkreis aus Fachberatern und Vorsitzenden mehrerer Vereine war bei diesem Fortsetzungsseminar mit 13 Anwesenden etwas kleiner: Dafür waren die Bäume, an die es ging, größer als beim letzten Mal. „Großbaumschnitt für Fortgeschrittene“ lautete das Tagesthema. 

 

Baumansprache lernen ...

Zunächst stand ein mittleres Exemplar, ein Grahams Jubiläumsapfel in Manfreds Garten im Fokus des Interesses. Das Wetter war „frisch“, aber allein vom Mitdenken wurde allen Teilnehmern schnell wärmer. Wie gewohnt besprach Sabine mit uns die geeignete Vorgehensweise, diskutiert bei der sogenannten Baumansprache mit uns Ast für Ast. 

Dabei begegnete sie auch weniger geeigneten Schnittvorschlägen mit der ihr eigenen, freundlich-ermutigenden Art. „Ja, gute Idee. Das können wir durchaus mal überlegen.... Aber, … nein! Warum lieber nicht? Denkt mal alle nach ...“

So kreierte sie eine offene Atmosphäre, in der auch zurückhaltendere Teilnehmer keine Blamage fürchten mussten. Und der Lerneffekt war ungleich höher, als wenn wir das Wissen fertig präsentiert bekommen hätten.

Nachdem wir uns jeweils über den Verzicht einig geworden waren, wurde der Ast abgeschnitten oder abgesägt. Diese Aufgabe schien eine für den Namen Werner zu sein, denn sie wurde meist von Werner vom Kirchsteiger Fachberatungsteam und Werner, Fachberater vom Brauerteich, übernommen. 

Es gab wieder viele Tipps ...

Sabine war es wichtig, erneut zu betonen: Gerade alte, seltener geschnittene Bäume sollten nie in einem Jahr „fertig“ geschnitten werden! Das könnte zuviel für den Baum sein, und er gäbe auf. Oder er treibe dann „wie verrückt“ aus – beides nicht erstrebenswert...

Lieber abwarten und im nächsten Jahr auch mit dem Folgeschnitt auf die Reaktion des Baumes reagieren. Die Motorsäge sei für guten Baumschnitt tabu, Äste, die größer als 10 cm im Durchschnitt seien, sind nur, wenn es unumgänglich ist, abzusägen. Alles andere verursache große Wunde, Eintrittsstellen für Krankheiten. 

Ein weiterer guter Tipp: Das Schnittgut immer in der Nähe des Baums stapeln. So behält man einen guten Überblick, wieviel schon abgeschnitten wurde. Man ist dann weniger gefährdet in einen den Baum zu sehr schwächenden oder anregenden „Schnittrausch“ zu verfallen, „wenn man schon mal da oben ist....“

Nur Klettern ersetzt die lange Leiter ... 

Der zweite Kandidat war ein ordentliches Kaliber, ein Kaiser-Wilhelm-Apfelbaum im Garten von Gartenfreund Alex O.. Im Laufe seines Lebens hatte er die ein oder andere kleine Schnittsünde zu ertragen – Dank seiner Wuchskraft kein Problem. Sie ließ ihn ein – auf für Menschen – hohes Alter erreichen und gut tragen. Dennoch waren wir erstaunt, wie der Baum durch geschickten Schnitt unter Sabines Anleitung in eine sehr viel stimmigere Form gebracht wurde. Für Großbäume dieser Art hatten wir vorab lange Leitern von 4 bis 6 m Länge organisiert. Ist man aber durch langjähriges Gärtnern bei Wind und Wetter trainiert, klappt es auch „zu Fuß“ fand unser Werner und strafte beim Baumklettern wieder sein Alter Lügen. 

Zum Abschluss ging es in den werdenden Projektgarten, wo wir uns einem lange Jahre vernachlässigten Birnbaum widmeten. Sabine bestätigte Jörgs, im letzten jahr begonnene Vorgehensweise, den Baum wieder in ein ausgeglichenes und stärkendes Verhältnis von Wuchs und Ertrag zu bringen. Auch für den hoffnungslos scheinenden Pflaumenbaum daneben diskutierten Sabine und Jörg ein Schnittstrategie.

 


Wasser an!

Liebe Gartenfreunde, am kommenden Samstag, dem 16. März um 10 Uhr, wird das Wasser in unserer Kolonie wieder angestellt!

Bitte denkt daran, vorher die Wasserhähne im Garten und die Entwässerungsventile im Wasserschacht zuzudrehen, um unnötigen Wasserverlust zu vermeiden.

 


von links: Volker, Gerd, Achim, Reinhard, Frithjof beim Räumen
von links: Volker, Gerd, Achim, Reinhard, Frithjof beim Räumen

Gemeinsame Sache machen und Aufräumen!

Für Samstag den 16.2. hatte das Fachberatungsteam per Flyer auf Jahreshauptversammlung und Homepage dazu eingeladen, gemeinsam einen verwilderten Doppelgarten aufzuräumen und im Anschluss zu grillen. „Nicht meckern – mal gemeinsame Sache machen“ war das Motto. 

Elf gutgelaunte Helfer im Alter von  30 bis 86 Jahren trafen sich am Samstagmorgen. Allen war und ist gemeinsam, dass sie nicht an Langeweile leiden oder etwa ihre Freizeit gering schätzen. Im Gegenteil. Aber alle waren sich einig, an diesem freien Vormittag ihre Arbeitskraft ohne Anrechung auf Gemeinschaftsarbeit zu spenden. Für einen schöneren Anblick unseres Vereins von der Straße aus. Bereits vor verabredeter Zeit ging es ans Werk.  

 

Mit dem Minibagger, den Sebastian vom Wasserwartteam freundlicherweise an diesem Tag für uns einsetzte, konnte Zeit und Puste gespart und die marode Hütte eingerissen werden. Mit kräftigen Hammerschlägen wurde sie weiter zerlegt. Weil zwei Gartenfreunde auch den Einsatz eines LKWs und Anhängers spendeten, war es möglich, alle zu entsorgenden Materialien vorsortiert in die Fahrzeuge einzuladen. Alle Helfer legten sich ins Zeug. Insbesondere die Älteren bewiesen beneidenswerte körperliche Fitness: Schuld daran kann nur langjähriges begeistertes Gärtnern bei Wind und Wetter sein! 

Schnell wurde der, zunächst deprimierend große Entsorgungshaufen der alten Hütte kleiner. Alex O., der schon zuvor dort viel aufgeräumt hatte, Reinhard und Achim gelang es so, bis Deponieschließung drei LKW- und zwei Anhängerfuhren voll mit Altholz und Schrott zur Entsorgung zur Deponie zu bringen. Restmüll wurde sortiert, 8 blaue Säcke und ein großer Stapel mit Dachpappe gepackt. 

Strahlender Sonnenschein brachte uns genauso ins Schwitzen wie die Arbeit selbst. Dennoch konnten alle nur mit Mühe von einer kurzen Verpflegungs- und Verschnaufpause überzeugt werden. Ein Getränk, eine Brötchenhälfte oder ein Schokomuffin und schnell wieder weiter. „Wir wollen noch etwas schaffen!“

Zur Mittagsstunde waren die Fahrzeuge ein letztes Mal beladen. Zusammen ging es in den schönen Garten von Sibylle und Achim, um gemeinsam zu essen. Aufwärmen an der Feuerschale war Dank frühlingshafter Temperatur trotz Februar unnötig, aber Elisabeths selbstgemachte Suppe fand freudige Abnehmer. Dazu gab es Bratwurst, Baguette und nette Gespräche. 

Der Doppelgarten hat noch einige Arbeitsstunden vor sich, um vorzeigbar zu sein. Gärten in vernünftigem, müllfreien Zustand abzugeben, macht Sinn: So kann man besten Gewissens auch eine ebensolche Rückgabe einfordern. Der Einsatz der freiwilligen Helfer war – trotz vieler anstehender Räumprojekte – kein Tropfen auf den heißen Stein. Vielmehr eine unverzichtbare Basis, einen prominent an der Straße liegenden Garten wieder aus der Vernachlässigung herauszuholen. Und unser Verein ist zum Glück um einen ganzen Hügel Entsorgungsmaterial ärmer.  

 

Ein lustiger Clou war ein Fundstück aus der Hütte: Eine Gartenzeitschrift von sage und schreibe 1972! Älter als vier der Helfer! Das brachte uns doch ins Grübeln, seit wann der Garten frei und verwildert wäre. Da war die Antwort unseres ehemaligen Vorsitzenden Klaus - „seit etwa 2013“- fast beruhigend. Und zudem ist das Cover fast ein bisschen unheimlich, hatte doch unser langjähriger Ex-Vorsitzender Hartwig, schon vor Aufräumen verkündet, den Garten vorübergehend mit seinen Dahlien verschönern zu wollen.  

Die Dahlien und eventuell Kartoffeln kommen eingangs in einen Teil der Beete, die Sebastian inzwischen gefräst hat. 

In zwei Rundbeeten wollen wir Saat für Bienen und Schmetterlinge ausbringen. Denn auch das ist eine Verpflichtung oder – mit anderen Worten – eine Ehrensache für Kleingärtner: Die Erhaltung der Lebewesen, die unsere Ernte ermöglichen, sowie die Vielfalt der Natur zu unterstützen. 

Wenn sich auch andere motivierte Gartenfreunde in unserem Verein zu so einer Aktion bereit finden sollten, dann ist eine Wiederholung nicht ausgeschlossen! 

Wir freuen uns, wenn sich viele melden. 

 Corinna vom Fachberatungsteam 

 

 

Weidenbaum im Sonnenuntergang

Abschied vom alten Weidenbaum – willkommen neuer Baum?

 

„Was ist mit dem alten Weidenbaum los?“ Vorsitzende und Fachberatung wurden das wegen der Absperrung zuletzt sehr oft von Gartenfreunden und Spaziergängern gefragt. 

Mal ungläubig, mal entsetzt, mal wütend. Klar, dass unser schönes Wahrzeichen, von dem wohl jeder ein Foto im Abendsonnenschein hat, kaum jemand kalt ließ. 

Die traurige Antwort: Ein für alte Weiden typischer, zerstörerischer Pilz hatte den Baum befallen – mit unkontrollierbarem Astbruch als Folge. Ein eindeutiges Sicherheitsrisiko für alle, die darunter standen, auf der Bank saßen oder nur vorbeigingen und -fuhren. 

 

Entdeckt wurde es vom Fachberatungsteam, als plötzlich watteweiche Stücke unter der Bank lagen. Eine nähere Inaugenscheinnahme des Baums mit Hilfe einer Kamera und Zoom half,  eine tiefe, offene Stelle hoch oben an einem der drei Leitäste zu erkennen. Die Konsistenz der Stücke ließ auf einen Pilz schließen. So wandte sich das Fachberatungsteam an einen Baumpfleger, der gleich wenig Hoffnung auf Baumerhaltung  machte. Ein zweites Gespräch auf Basis von Fotos, diesmal mit einem renommierten Hamburger Baumgutachter, ergab dann, dass es sich höchstwahrscheinlich um einen für den Baum sehr gefährlichen Schwefelpilz handelte. Für einen derart betroffenen Weidenbaum an einem öffentlichen Weg im Alter von 66 Jahren (Weiden werden im Schnitt nicht älter als 70 Jahre) bedeutete dies, dass nur das Fällen die einzig vernünftige Lösung wäre. Ein Pilz ist unberechenbar in seinem Wachstum, und zeigt seine Fruchtkörper zudem sehr spät, wenn schon ein großer Teil befallen ist. Dennoch holte der Vorsitzende – angesichts der Bedeutung des Baums für uns alle - noch die Meinung eines fachkundigen Mitarbeiters der AGL und des Amtsleiters ein, die diese Einschätzung nur bestätigen konnten. 

 

Teil 1 des Absägens unternahmen vor allem Enrico, unterstützt von Klaus, den  Vorsitzenden und weiteren Helfern. Beim Sägen erwies sich die fachliche Einschätzung als genau richtig, und wir können froh sein, schnell gehandelt zu haben: Sogar ein äußerlich unversehrter Leitast war  von innen nahezu pulverisiert! Die Leitäste wurden fast nur noch durch die Rinde gehalten. Und ein entsprechender Geruch nach Schwefel war oben auf dem Hublift auch deutlich wahrnehmbar. Nun gab es hundertprozentige Sicherheit, dass selbst ein Teilerhalt für nur weitere 4, 5 Jahre keinerlei Option war. Das Schnittgut kommt – rechtzeitig vor Beginn der Vogelnistzeit - in einen Container und der Stamm wird ebenfalls zeitnah abgesägt. 

 

Der Baum wird uns als Silhouette und als Wahrzeichen in den nächsten Jahren sehr fehlen. 

Ökologisch sinnvoll ist es natürlich, an dieser Stelle bald erneut einen Baum zu pflanzen – sei es eine andere Weidenart oder ein anderer Baum. Wir werden uns über standortgerechte Möglichkeiten informieren. 

Corinna vom Fachberatungsteam

Selbstverpflichtung: Keine Verwendung von Glyphosat mehr in unserem Verein!

Es ist eine wichtige Information für alle Gartenfreunde, die nicht zur Jahreshauptversammlung kommen konnten: Die Mitgliedsversammlung hat eine Selbstverpflichtung beschlossen, im Kleingärtnerverein Kirchsteig kein Glyphosat mehr zu benutzen.

Wir signalisieren damit, dass wir in Zeiten des Insektensterbens und der auch sonst immer größeren Beeinträchtigung der Tier- und Pflanzenwelt einen wichtigen ersten Schritt tun, noch mehr im Einklang mit der Natur zu gärtnern. Die Fachberatung lädt diejenigen, die Fragen haben, dazu ein, ab Anfang April die Sprechstunde aufzusuchen und sich beraten zu lassen. Zum Beispiel kann schon eine geschickte Gartengestaltung helfen, gut auf den Einsatz von Glyphosat und anderen chemischen Pflanzenschutzmitteln zu verzichten.

Noch ein paar Stimmen: Wir Kleingärtner – so formuliert es der Bundesverband – stehen in besonderer ökologischer Verantwortung. Jeder soll in seinem Kleingarten die Chance haben, leckeres Biogemüse anzubauen, dass sonst – im Vergleich zu konventionellem Gemüse – nur relativ teuer zu erwerben ist. Der Bezirksverband der Gartenfreunde Lüneburg betont, dass es Alternativen zur Verwendung von Glyphosat gibt. Die Stadt Lüneburg erwägt, in den Kreis der pestizidfreien Kommunen einzutreten und plant ohnehin, eine entsprechende Vereinbarung mit dem Bezirksverband zu treffen.

Wir räumen auf!

Einladung zur Mitgliederversammlung am 12. Januar 2019 um 16 Uhr im Hotel Heidpark

Der richtige Schnitt macht den Baum fit ...

Am vergangenen Wochenende fand hier bei uns am Kirchsteig ein Obstbaumschnittkurs statt.

Organisiert mit und durchgeführt von dem Bezirksverband waren vor allem Fachberater und Vorstandsmitglieder aus allen Vereinen angesprochen, daran teilzunehmen. Rund 25 Teilnehmer kamen zusammen. Kursleiterin war Sabine Fortak. Sie ist die 1. Vorsitzende des deutschen Pomologen-Vereins e.V.. Es ist ihr ein Herzensanliegen, durch ihre Kurse Multiplikatoren zu gewinnen und auszubilden: Diese können dann ihrerseits Interessierten die Grundlagen des - jeweils dem Baum und Schnittziel angemessenen - Obstbaumschnitts vermitteln. Hochgradig sachkompetent und freundlich hielt sie sich nicht lange mit einführenden Worten auf: Es ging sehr schnell an die Bäume! Bis zur Mittagszeit wurde ohne Pause konzentriert der Erziehungsschnitt an Jungbäumen und die Anwendung des Oeschbergschnitts auf einen mittelalten Gravensteiner Apfelbaum erklärt. Die vielen Informationen und - mehr noch - das kalte, windige Wetter waren für alle herausfordernd! Gut, dass im warmen Vereinsheim ein deftiges, perfekt zur Jahreszeit passendes Mittagessen eingenommen werden konnte. So ging es gut gestärkt in die zweite Halbzeit. In einem weiteren Garten waren nun die Teilnehmer selbst gefragt, das soeben Erlernte praktisch anzuwenden. In zwei Gruppen eingeteilt, wandten wir uns schnittbedürftigen Halbstämmen zu. „Also was nehmen wir nun als Leitäste?“ „Diesen?“ „Warum nicht lieber den?“ Lebhaft wurde in den Gruppen diskutiert, bis man sich geeinigt und Sabine die Vorschläge abgenommen hatte. Dann durfte selbst geschnitten und auch gesägt werden.

Abschließend zeigte Sabine noch kurz im entstehenden Projektgarten, wie ein alter Baum durch gezielten Schnitt wieder verjüngt werden kann. Der kräftige Abschlussapplaus für die erfahrene Kursleiterin quittierte, was für ein interessantes und lehrreiches Seminar wir alle erlebt hatten!

Bronze für den Kirchsteig ...

Ein schöner Erfolg ist der 3. Platz, den unserer Verein im jährlichen Wettbewerb der Vereine erzielt hat!

Im Frühherbst war Begehung und Vorsitzende und Fachberater begleiteten die Mitglieder des Umweltausschusses auf ihrem Gang durch die Kolonie. Das diesjährige Begehungsthema "Abenteuer Kleingarten" hatte zuvor für allerhand "?" in den Gesichtern gesorgt. Sehr interpretationsbedürftig. Aber das machte die Sache auch spannend und herausfordernd. Einer unserer wilden freien Gärten, der langsam zum Projektgarten "Schmetterlingsgarten" gestaltet werden soll, erschien "abenteuerlich" genug zum Zeigen. Und die Aktiven der Vereine Bockelsberg (Platz 1) und Schildstein (Platz 2) hatten die gleiche Idee und präsentierten ihrerseits Gärten, die wieder zum Leben zu erwecken und einer neuen Nutzung zuzuführen, ein echtes Abenteuer ist! 

Dieses Jahr waren zudem auch ökologische Kriterien beim Rundgang wichtig. Und da konnten wir doch unter anderem  mit unseren schönen Hecken und altem Baumbestand punkten. 

Bei der kleinen Feier im Huldigungssaal des Rathauses wurde die Verbundenheit der Stadt Lüneburg zu unseren Vereinen deutlich, und Bürgermeister Eduard Kolle betonte wieder einmal den Wert unserer Flächen als grüne Lunge der Hansestadt Lüneburg. 

Fachberatungssprechstunde

Liebe(r) Gartenfreund(in), 

 ab sofort bis Ende März findet keine wöchentliche Mittwochs-Sprechstunde der Fachberatung mehr statt! 

Wir sind aber nach wie vor für Dich da: 

Sprich uns einfach an, wenn wir im eigenen Garten (Nummer 75) oder Projektgarten (Nummer 21)

 am Arbeiten oder in der Kolonie unterwegs sind. Gern nehmen wir auch E-Mails von Dir entgegen unter fachberatungkirchsteig@web.de. 

Dein Fachberatungsteam 

Wasser abstellen und ablesen! 

Am Mittwoch, den 31.10., wird das Wasser abgestellt, und die Wasseruhren werden abgelesen! Bitte reinige den Wasserschacht und lass Deinen Garten auf, damit ein einfaches Ablesen möglich ist. 

Der Vorstand

Heckenschnitt – die zweite Runde...

 

Liebe(r) Gartenfreund(in), 

es geht los mit dem zweiten Heckenschnitt im Jahr, um unsere ökologisch wichtige und schöne Hecke zu erhalten. 

Bitte …

…entferne Schnittgut und nimm den Innenschnitt vor!   

…achte darauf, dass keine Metallstäbe in der Hecke stecken, die das Schnittgerät ruinieren können. 

…habe Verständnis dafür, dass spezielle Schneide- oder Nichtschneidewünsche schwer zu berücksichtigen sind. Gründe sind die Menge der Gärten und die leidige Tatsache, dass nicht alle mit Nummer ausgestattet sind. Eine bereits selbst geschnittene Hecke kann ggf. mit einem „roten Tuch“ am Tor markiert werden.

Siegerehrung im Kürbiswettbewerb

Die Gewinner unseres Kürbiswettbewerbs vom Saisonbeginn stehen nun fest!

Da sich am vorletzten Sonntag bei strömendem Regen nur wenige Gartenfreunde ins Vereinszelt wagten, um ihren Teilnahmekürbis zu präsentieren, stiegen die Gewinnchanchen der Anwesenden: Die Kürbisse wurden flink vermessen, und es zählte der größte Umfang (=“Äquator“).

Schnell gab es ein Ergebnis:

Den grünsten Daumen unter uns hat ein Vertreter der jüngeren Generation bewiesen und den ersten Platz gewonnen! Gartenfreund Sebastian B. hat mit seinem Prachtexemplar von Kürbis „Rouge tres hatif d`Etampes“ das Rennen gemacht. Wer Sebastians herrlich blühenden Garten kennt, den er in kurzer Zeit aus einer schwierigen, wilden Parzelle geschaffen hat, war davon wenig überrascht.

Einen Umfang von über einem Meter (!) wiesen auch die hübschen Kürbisse des dicht folgenden Zweitplatzierten Matthias S. und Familie sowie der dritten Gewinnerin, Gartenfreundin Elisabeth N. auf! Das Fachberatungsteam konnte an die drei Platzierten herbstlich dekorierte Geschenkekistchen mit freundlichen Spenden des Ulmer-Verlags, der Gärtnerei Wrede und des Kiebitzmarkts in Rettmer verteilen.

Herzlichen Glückwunsch allen Dreien und herzlichen Dank auch allen anderen Gartenfreunden, die bei der Aktion mitgemacht und einen Kürbis großgezogen haben!

Es war unter den Bedingungen dieses Jahres nicht leicht, Kürbisse - „Säufer“ unter den Gemüsepflanzen – zu päppeln. Aber ein Blick in unsere Gärten zeigt, dass es vielen Gartenfreunden gelungen ist. Nun werden die orangen Riesen sicher noch an manchem grauen Herbsttag in Gärten und Kolonie leuchten. Es sei denn, sie ereilt das häufigste Schicksal von Gemüse, und sie werden zu leckerer Suppe, Chips und anderem Köstlichen verarbeitet.

Corinna vom FB-Team

Kürbiswettbewerb!

Liebe Gartenfreundin, lieber Gartenfreund,

es war ein extrem heißer, trockener Sommer!

Wir hoffen aber, dass es einige von uns geschafft haben, einen Kürbis aus dem verteilten Saatgut groß zu ziehen?!

Am Sonntag, den 23.9. um 15.00 Uhr wollen wir den Gewinner im Kürbiswettbewerb ermitteln!

Treffpunkt ist „an der Bank vorm großen Weidenbaum“ an der Weidenallee!

Dem Sieger winkt ein attraktiver Preis! (Auch einen Überraschungspreis wird es geben.)

Wir freuen uns auf Dich,

Dein Fachberatungsteam Kirchsteig e.V.

(* Falls Du am Sonntag keine Zeit hast, kannst Du Deinen mit Name und Gartennummer versehenen Kürbis, in der Sprechstunde und immer, wenn wir da sind, in Garten 75 abgeben. Er nimmt genauso teil.)

Sperrmüll-, Holz- und Eisenschrottcontainer am 15. September

Am Samstag, den 15. September 2018 stehen Dir als Gartenpächter in der Zeit von 13 bis 16 Uhr auf unserem Hauptparkplatz am Ochtmisser Kirchsteig je ein Sperrmüll-, ein Holz- und ein Eisenschrott-Container zur Verfügung. Der Platz in den Containern ist begrenzt und nur für die genannten Wertstoffe reserviert. Normaler Hausmüll oder Gefahrstoffe können an diesem Tag nicht angenommen werden. 

Neu: „Grüne Stunde“

Das Fachberatungsteam bietet allen Gartenfreunden künftig kostenlos halb- bis einstündige Minikurse rund um Garten und Gärtnern an.

Wann und wo? Mi ab 18.30 Uhr bis 19.00, je nach Interesse länger

Termin, Thema, Ort (= Garten) jeweils ein paar Tage vorher im Hauptaushang und auf der Homepage

(An diesen Terminen verkürzt sich die Sprechstunde auf 18.00-18.20)

Was? Minivortrag, Fragen, Antworten, Austausch

Wie? Ohne Anmeldung, komm einfach dazu, bring` Freude am Gärtnern mit

Erster Termin: Mi 5.9.2018, 18.30 im Garten mit der Nr. 237 (Veilchenweg, Ecke Kirschenallee)

„Auf den letzten Drücker – Sommerschnitt beim Kirschbaum“

Bei angenehmem Sommerwetter kamen am 18. August kleine und große Besucher zum Kinderfest. Obwohl gleichzeitig auch das Fromme-Straßenfest stattfand, konnte der Festausschuss 93 junge Gäste zählen.

Clown, Kinderschminken, Pommes, die Backkünste der Kuchenspender – einen Kuchen mit eigenen Gartenhimbeeren durfte ich probieren – superlecker! - die Liste der kulinarischen und weiteren Attraktionen war deutlich länger. Äpfel aus dem entstehenden Projektgarten boten einen gesunden Snack für alle.

Von den Spielstationen und Attraktionen sei beispielhaft genannt: die tolle Hüpfburg, die zwei junge, neue Gartenfreunde dieses Jahr organisiert haben. Klasse, sich gleich so mit zu engagieren! Der Wunsch einiger der rund 25 Aktiven rund ums Kinderfest – aus Sorge, jemand zu vergessen - niemand namentlich zu nennen, sei in diesem Bereich respektiert. Aber soweit soll es Erwähnung finden. Vielleicht werden weitere Gartenfreunde ermutigt, sich den bisher Aktiven anzuschließen?

Jeder einzelne Beitrag in der Vereinsarbeit – ob klein oder groß, kontinuierlich oder einmalig zählt. Er ist Baustein des Ganzen. Jedem Spender von Kraft, Zeit, Gegenständen oder Geld – also auch allen Kinderfestaktiven – gebührt ein „Dankeschön“!

Einerseits braucht jeder Verein beständig Aktive: Und glücklicherweise gibt es a u c h zum Kinderfest Menschen, sich trotz gesundheitlicher und/oder altersbedingter Probleme sehr für diesen Tag engagieren.

Andererseits ist es für jeden Verein – auch den unseren - (über-)lebenswichtig, dass neue Mitglieder sich und ihre Ideen unkompliziert einbringen können.

Wenn a l l e – alt wie neu - an einem Strang ziehen, ist das ganz wunderbar.

Liebe neue Gartenfreunde, nehmt bitte teil und sucht Euch in der Vereinsarbeit Felder (z. B. Gärtnerische Aktionen und Arbeit, Geselligkeit, Feste), die Euch interessieren und Freude machen!

Corinna 

Parkplatzbeete

Am Parkplatzeingang, „Visitenkarte“ unseres Vereins, wuchs lange nur Unkraut. Auf Fachberatungsinitiative entstand ein Beet, das im Rahmen der Gemeinschaftsarbeit mit Rhododendren, Azalee, Seggen und Storchschnabel, die an anderen Stellen übrig waren, bepflanzt wurde. Wir schauen, wie sie sich machen …

Eine Bitte an jede(n) Gartenfreund(in) im „Dauersommer“: Gib` doch im Vorbeigehen den durstigen Eingangsbeetpflanzen einen Schluck Wasser oder jäte ein Unkraut. Wenn das a l l e täten ...

Wir planen, auch das zweite Beet weiter zu bepflanzen (zum Teil müssen braune Säcke Platz haben), freuen uns auf D e i n e n Vorschlag! Wir wollen vom Geld des Spendenverkaufs am Nachmittag des Gartens Pflanzen erwerben ...

Dein Fachberatungsteam Kirchsteig e.V.

(Sprechstd. Mi 18.00-19.00 o. fachberatung-kirchsteig@web.de o. direkt Ansprechen)  

Heckenschnitt macht Hecke fit ...

Liebe(r) Gartenfreund(in),

es ist wieder soweit: Gartenfreund und „Heckenschneidemann“ Kolja hat begonnen, unsere zu jeder Jahreszeit die Kolonie verschönernden und ökologisch wichtigen Buchenhecken zu schneiden. Die Strecke ist lang, und es regnete zuletzt (endlich ;-)!): So wird es dauern, bis alles fertig ist. Bitte entferne Schnittgut - möglichst zeitnah - und nimm den Innenschnitt vor!

Kolja bittet auch ...

dringend darum, darauf zu achten, dass keine hohen Metallstäbe in der Hecke stecken, die das Schnittgerät ruinieren können!

um Verständnis dafür, dass spezielle Schneide- oder Nichtschneidewünsche schwer zu berücksichtigen sind! Gründe sind die Menge der Gärten und die leidige Tatsache, dass nicht alle mit Nummer ausgestattet sind. Wie geschrieben – der gesamte Schnitt dauert eine Weile: eine bereits selbst geschnittene Hecke kann ggf. mit einem „roten Tuch“ am Tor markiert werden.

Gartenfreund Jörg im Gespräch mit Garteninteressentin Nuha und Gartenfreundin Erica
Gartenfreund Jörg im Gespräch mit Garteninteressentin Nuha und Gartenfreundin Erica

Am 10.6. haben wir zum ersten Mal den Tag des Gartens gefeiert, den der Bundesverband der Kleingärtner jährlich ausruft. Nach Diskussionen um die Teilnahme stand am Ende das Konzept, zunächst einen „Nachmittag des Gartens“ von 15.00 bis 18.00 Uhr zu erproben: mit 3 für Besucher offenen Gärten, einer Pflanzen-gegen-Spende-Aktion für eine kleine Bepflanzungsanschaffung, selbstgebackenem Kuchen und Kaffee.

Vier Vorstandsmitglieder - Klaus, Ursula, Volker und Jörg - und ich haben die Idee von Anfang an befürwortet und den Tag organisiert. Die Pforte zu öffnen, erforderte Wagemut der Beteiligten: Wir wussten weder, ob an diesem ersten Mal kein oder 100 Besucher kämen, noch, ob diese freundlich oder sehr kritisch wären. Trotz vorab schwülen Wetters, Urlaubszeit und einer leider zunächst falschen Vorankündigung in der Lünepost kamen dann die Gäste: die gewünschte bunte Mischung aus Anwohnern, Garteninteressierten und Gartenfreunden. Wir hatten sehr viel Freude an dem Austausch in Gesprächen und positiven Rückmeldungen zu unseren Gärten. Garten und Gärtnern ist ein Thema, das sofort eine Brücke zwischen Fremden baut. Am Ende ein herzliches Dankeschön an die Gartenfreunde Hermanna und Bernd, Rita und Harald sowie Anja und Alex, Dorothea und Jens und Sebastian. Aus dem diesjährigen "Experiment" haben wir Erfahrungen gewonnen, die in die Planung fürs nächste Jahr einfließen könnten: Eine ist zum Beispiel die, 2019 frühzeitiger Aushänge zu machen, um weitere Gartenfreunde für diesen Tag zu gewinnen – als Gastgeber oder Besucher.

Corinna vom Fachberatungsteam

Liebe(r) Gartenfreund(in),

alle Insekten - und speziell die Bienen - die unsere Pflanzen befruchten, werden immer weniger.

Im kleinen Rahmen können alle etwas tun!

Je ein kostenloses Tütchen insektenfreundliches Saatgut (eine Kräuter- oder eine Blumenmischung), das der neue gemeinnützige Verein der BienenBürger (www.bienenbuerger.de) derzeit in Lüneburg verteilt, gibt es nun auch bei der Fachberatung!

Wenn Du uns siehst, bitte Ansprechen oder

Mi von 18-.19.00, Garten 75, in die FB-Sprechstunde kommen.

Corinna vom Fachberatungsteam Kirchsteig e.V.